In der Kindertagesstätte sollen die Mädchen und Jungs behütet sein und sich entwickeln können. symbolFOTO: dpa
+
In der Kindertagesstätte sollen die Mädchen und Jungs behütet sein und sich entwickeln können. symbolFOTO: dpa

Integration

Hattersheim: In der Kita lernen alle voneinander

Kindertagesstätte "Schabernack" feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

Hattersheim -Wenn es um das Thema Integration geht, werden Konzepte vorgestellt und viel darüber diskutiert. In der Kindertagesstätte (Kita) "Schabernack" redet man nicht nur darüber, sondern lebt das tagtäglich, was eigentlich selbstverständlich sein soll. "Es ist normal, verschieden zu sein" - dieser Leitsatz gilt in der Kita "Schabernack", denn Kinder mit und ohne Behinderung oder Entwicklungsverzögerungen lernten ganz selbstverständlich voneinander. Die Kindertagesstätte feierte auf dem Außengelände ihr 25-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier startete mit der Eröffnung durch Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). Er dankte dem Kita-Team für dessen engagierte und motivierte Arbeit. "Ich freue mich, dass die Kinder hier so liebevoll umsorgt, aber auch individuell gefördert und motiviert werden, um so bestens auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet zu sein", zeigt sich der Rathauschef sehr zufrieden.

Es folgten weitere Grußworte, bevor Kita-Leiterin Alexandra Seifert einen kurzen Rückblick auf 25 Jahre Kita Schabernack gab und sich für die Zusammenarbeit und das wertschätzende Miteinander mit den städtischen Gremien und Mitarbeitern bedankte. Im Anschluss begrüßten die Kinder und das Team der Kita Schabernack die älteren und jüngeren Gäste mit der eigenen "Schabernack-Hymne". Nach Übergabe der Geschenke begann der gemütliche Teil mit Eröffnung des Kuchenbuffets und der Ausgabe kalter Getränke. Für die Kinder wurden verschiedene Spielstationen angeboten, an denen sie sich den Nachmittag über vergnügen konnten. Währenddessen bestand für die Eltern und Betreuer die Möglichkeit, sich auszutauschen und offene Gespräche zu führen. Alle Beteiligten und Gäste konnten den 25. Geburtstag der Kindertagesstätte gebührend feiern und mit dem lustigen Schabernack-Lied-Ohrwurm die Heimreise antreten.

Für die Erzieherinnen und Erzieher stehe das Kind im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns, heißt es dazu in einer Mitteilung der Stadt. Der Entwicklungsstand sowie die familiäre und kulturelle Erfahrung der Kinder bildeten die Grundlage für die aktive Mitgestaltung. Dabei komme es auf die Interessen der Kinder an, ihre Freude am Forschen und Entdecken sowie ihre jeweiligen Lebensumstände. Die Kinder lernten in realen Lebenssituationen und in einem anregungsreichen Umfeld innerhalb wie außerhalb der Einrichtung. Ihr kultureller Hintergrund werde mit einbezogen.

Darüber hinaus würden Neugier und die Lernbereitschaft der Kinder gefördert und Lernprozesse offen gestaltet. Im Rahmen des pädagogischen Konzepts werde zudem besonders großer Wert auf die Entwicklung der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstsein der Kinder gelegt. Die Kindertagesstätte verstehe sich unter anderem "als Ort der Wertschätzung, der Akzeptanz, der Freude, des Erlebens und Lernens sowie der Freundschaften". Die Vielfalt und die interkulturelle Arbeit würden in besonderem Maße gelebt. Bei ihrer Arbeit könnten sich die pädagogischen Fachkräfte auf ein gut ausgebautes Netzwerk verlassen, zu dem beispielsweise die benachbarte Regenbogenschule, die Frühförderstelle, die Elternberatungsstellen sowie verschiedene Arztpraxen und Therapeuten gehören. red/meh

Mehr zum Thema

Kommentare