Auf dem Areal von E-Shelter an der Voltastraße werden weitere Gebäude errichtet. Foto: meh
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Auf dem Areal von E-Shelter an der Voltastraße werden weitere Gebäude errichtet. Foto: meh

Wirtschaft

Hattersheim: IT-Firmen locken Gründer an

Es gibt weitere Interessenten für Firmen-Ansiedlungen im Stadtgebiet, berichtet die Wirtschaftsförderung. Insgesamt werden von Unternehmen über 500 Millionen Euro in der Kommune investiert.

Hattersheim -Die Corona-Krise dauert weiter an. Nach Ansicht der Experten wird es nicht vor dem nächsten Jahr zur Produktion von geprüften und zuverlässigen Impfstoffen kommen. Dies bedeutet, dass in den nächsten Monaten die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin entscheidend gestört sein wird. Sind doch bereits wieder Forderungen erhoben worden, dass es im Winter außer den Abstandsregelungen, den Hygiene-Regeln sowie dem Tragen der Gesichtsmasken noch weitere verschärfte Beschränkungen geben wird.

Klar ist: Dies würde sich auf alle fast auf alle Bereiche der Wirtschaft erneut auswirken. Müssen doch beispielsweise Firmen für den erhöhten Schutz ihrer Mitarbeiter sorgen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Dies wiederum führt zu höheren Kosten und auch zu einem höheren organisatorischem Aufwand. Stehen die gesetzlichen Vorgaben fest, können diese Maßnahmen von großen Unternehmen entsprechend gemanagt werden. Doch vor allem mittelständische Betriebe und kleinere Firmen, würden erneute größere Einschränkung im Winter hart treffen. Vor allem die Gastronomie sowie kleinere und mittlere Einzelhandelsunternehmen, die auf ihre Stamm- sowie Laufkundschaft angewiesen sind, werden wohl dann am meisten wieder gebeutelt.

Nicht alles befindet sich aber im Krisenmodus. In Hattersheim kann man dies jedenfalls zumindest quantitativ gut nachvollziehen. Und zwar an der Zahl der Interessenten, die von sich aus mit der Wirtschaftsförderung Kontakt aufnehmen. Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) erklärte auf Nachfrage des Kreisblatts, dass immer noch viele Anfragen von Unternehmen, darunter auch von sogenannten Startup-Firmen, bei der Wirtschaftsförderung eingehen. Die Ansiedlung von großen internationalen IT-Unternehmen in Hattersheim, die über 500 Millionen Euro in der verkehrsgünstig gelegene Kommune investieren, hat dies ausgelöst, ist sich der Verwaltungschef sicher. Bekanntlich hat das Unternehmen E-Shelter sein Rechenzentrum an der Voltastraße gebaut und ist dabei, noch weitere Kapazitäten auf dem Areal an der Voltastraße und einem weiteren, benachbarten Grundstück zu errichten. Außerdem wird auf dem Kastengrund-Gelände, das an der Landstraße zwischen Hattersheim und Weilbach liegt, mit dem Unternehmen Digital Reality eines der größten IT-Spezialisten der Welt seinen Deutschland-Sitz dort errichten. Die Ansiedlungen der Rechenzentrumsbetreiber habe dazu geführt, so erläuterte Verwaltungschef Klaus Schindling weiter, dass die Nachfrage nach dem Standort Hattersheim in den vergangenen Monaten stark angezogen hat. Eine der Folgen daraus ergab sich Ende August. Hattersheim beteiligt sich seitdem an dem (Zukunfts-)Verein "Taunus Innovation Campus", der sich unter anderem mit Digitalisierung sowie künstlicher Intelligenz befasst. Rathauschef Klaus Schindling wurde von den Gründungsmitgliedern zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Niklaus Mehrfeld

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