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Hattersheim: Kompletter Umstieg auf E-Autos geplant

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An der neuen Ladesäule (v. li.): Thorsten Schupp (Süwag) und Oliver Schürmann (Awo). FOTO: Awo
An der neuen Ladesäule (v. li.): Thorsten Schupp (Süwag) und Oliver Schürmann (Awo). FOTO: Awo © Privat/Awo

Awo Main-Taunus nimmt erste eigene Ladesäulen für ihre Elektrofahrzeuge in Betrieb.

Okriftel -Was sich so einfach anhört, ist es meistens nicht: Für das neu angeschaffte E-Fahrzeug soll eine Wallbox zum bequemen Laden im Unternehmen oder in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses installiert werden. Entweder fehlen die Genehmigungen für solch eine Installation, beziehungsweise sie werden den Antragstellern aus verschiedenen Gründen versagt, oder die Wallboxen sind über Wochen nicht lieferbar, weil ausverkauft, oder der Energielieferant spielt da aus Kapazitätsgründen nicht mit. Denn dass Strom nicht etwas ist, was in Hülle und Fülle ständig überall zur Verfügung steht, egal wie groß der Bedarf ist, hat sich wohl in den vergangenen Monaten herumgesprochen.

Doch was bedeutet dies für die Praxis von Unternehmen, Privatleuten und Hilfsorganisationen, die langsam aber sicher ihren Fuhrparks auf E-Fahrzeuge umstellen? Zum einen erfordert dies manchmal Geduld und zum anderen manchmal etwas Glück, dass es mit einer schnellen Genehmigung und einem interessierten Energielieferanten klappt. Eines der positiven Beispiele präsentiert die Arbeiter Wohlfahrt (Awo) des Bezirks Main-Taunus. Und dabei handelt es sich nicht um einen Aprilscherz. Im Gegenteil. Zusammen mit dem Stromversorger Mainova, hat die Awo nämlich seit dem 1. April des Vorjahres für alle ihre Einrichtungen zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen. Nun konnte die Awo in Okriftel zusammen mit dem Stromlieferanten Süwag ihre ersten beiden Ladesäulen mit vier Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in Betrieb nehmen. "Das ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und zur Klimaneutralität", erklärte Awo-Geschäftsführer Oliver Schürmann. Die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen gehörten schon seit längerer Zeit zu den Grundwerten der Arbeiterwohlfahrt, erläuterte der Geschäftsführer weiter. Oliver Schürmann erklärte, dass die Installation von fünf weiteren Ladepunkten folgen solle und dann insgesamt neun Ladepunkte für die Fahrzeuge der Awo in Okriftel zur Verfügung stünden.

"Unser Ziel ist es, möglichst nur noch umweltfreundliche Elektrofahrzeuge einzusetzen. Schon bis Ende des Jahres werden wir im Bereich der Pflege sowie für unsere Dienstleistungen in der Hauswirtschaft und Betreuung nur noch Elektrofahrzeuge einsetzen", kündigte der Awo-Geschäftsführer weiter an. Derzeit sind für die Awo Main-Taunus bereits sechs Elektrofahrzeuge im täglichen Arbeitseinsatz.

Die Fahrzeuge sind für die Awo-Angestellten im Pflegedienst unverzichtbar. Schließlich legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreuung älterer Menschen oder Menschen mit Behinderungen jährlich rund 150 000 Kilometer zurück. Diese Kilometer werden vor allem in städtischen Gebieten zurückgelegt, so Oliver Schürmann. meh

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