Noch werden Spaten und Schutzhelm nicht benötigt, doch in diesem Bereich am Südring wird die neue Grundschule errichtet.
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Noch werden Spaten und Schutzhelm nicht benötigt, doch in diesem Bereich am Südring wird die neue Grundschule errichtet.

Infrastruktur

Hattersheim: Optionen für Verkehrsanbindung werden geprüft

Für die Erschließungsstraßen zur neuen Grundschule am Südring gibt es noch keine abstimmungsreife Planung.

Hattersheim -Über die verkehrstechnische Anbindung der geplanten neuen Grundschule am Südring wird seit Monaten bei den Sitzungen der Stadtverordneten diskutiert. Der Grund dafür: Als Hauptweg für die Verkehrserschließung war meist nur von der Spindelstraße die Rede. In der Zwischenzeit machten sich einige Anwohner dieser Straße bemerkbar, die diese Planung ablehnen. Kein Wunder, befürchten sie doch ein - hauptsächlich morgendliches - Verkehrschaos in dem bisher kurzen Straßenstück, wenn der Schulbetrieb für mehrere Hundert Schüler einmal losgeht. Zur jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hatten die Fraktionen von SPD sowie von Bündnis 90/Die Grünen dazu einen Antrag formuliert. Bei den Wortbeiträgen in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung vor den Sommerferien stellte sich heraus, dass die Opposition sich bei der Bekanntgabe von Informationen zur Verkehrserschließung übergangen fühlte.

Zurück zum Antrag von SPD und Grünen. Von der Stadtverordnetenversammlung sollte beschlossen werden, so schlugen es die beiden Fraktionen vor, dass der Magistrat aufgefordert wird, der Stadtverordnetenversammlung zur nächsten Sitzung "den aktuellen Stand der Planungen der Verkehrserschließung der neuen Grundschule vorzulegen". In der Begründung zu dem Antragstext erläuterten SPD und Grüne, dass zwar im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens die Verkehrserschließung der neuen Grundschule am Südring mehrfach diskutiert worden sei. "Eine tragfähige Lösung der Verkehrserschließung" sei der Stadtverordnetenversammlung bisher vom Magistrat noch nicht vorgelegt worden. Thomas Abicht (SPD) wies darauf hin, dass in einem Kreisblatt-Artikel - der im Februar veröffentlicht worden war - Rathauschef Klaus Schindling (CDU) davon gesprochen habe, dass bei den Überlegungen für die verkehrsmäßige Anbindung der Grundschule die "Spindelstraße vom Tisch sei". Thomas Abicht kritisierte, dass dieser Stand der Planungen nicht den städtischen Gremien mitgeteilt worden sei.

Bürgermeister Klaus Schindling wies den Vorwurf, er informiere nicht die städtischen Gremien, zurück. "Wir informieren über Planungsstände, wenn es so weit ist." Doch noch sei es nicht so weit. "Wir sind in einem Verfahren, wo wir gute Lösungen finden werden", meinte der Rathauschef. Er habe zwar Lösungsansätze im Kopf, doch es müssten alle Optionen geprüft werden, die sinnvoll für alle Seiten sein müssten. Wegen der eventuell noch anstehenden Grundstücksankäufe sei es nicht ratsam, öffentlich darüber zu spekulieren. Zudem müssten bei der Verkehrserschließung für die neue Grundschule noch viele Dinge berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die problemlose Zufahrt für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste. Während CDU-Fraktionschef Michael Minnert auf die kommenden Diskussionen beim Bebauungsplanverfahren hinwies, das auch für die Festlegung Verkehrserschließung genutzt werde, widersprach SPD-Mann Abicht: "Wir stellen mit unserem Antrag nicht das Verfahren infrage. Die Reihenfolge der Veröffentlichungen hat uns gestört." Schließlich trug ein Vertreter des Ausländerbeirates seine Sichtweise für die Schaffung von sicheren Wegen sowie für die beste Art und Weise, den Weg zur neuen Grundschule zu bewältigen, vor.

Der Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wurde mit den Stimmen der CDU/FDP/FWG-Koalition abgelehnt. meh

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