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Hattersheim: "Ökologisch sinnvoll, sozial gerecht"

Grüne beschließen Wahlprogramm und Kandidaten-Liste für die Kommunalwahl im März 2021.

Hattersheim -Einer der markanten Protagonisten der Hattersheimer Grünen, Winfried Pohl, engagiert sich seit mehr als 20 Jahren als Stadtverordneter. Seit dem Jahr 2013 vertritt er die Fraktion als Sprecher. In Zukunft möchte Winfried Pohl kürzer treten und hat sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen, nicht mehr für die Kommunalwahl im März 2021 zu kandidieren. Auf der Wahlliste steht Winfried Pohl also nun nicht mehr. Bereits im Frühjahr hatten die Grünen in themenbezogenen Arbeitsgruppen mit den Vorbereitungen für die Kommunalwahl begonnen.

Am Sonntag trafen sich die Grünen im Südringtreff - unter strengen Corona-Maßnahmen mit Abstandhalten, Maskentragen und offenen Fenstern. Die Vorstandmitglieder Jörg Jurascheck und Karin Schnick leiteten die Sitzung und stellten das gemeinsam erarbeitete Wahlprogramm vor. Unter den Oberthemen "ökologisch sinnvoll", "natürlich lebenswert", "nachhaltig mobil", "ökonomisch stabil" und "sozial gerecht" seien viele Aspekte als "zukunftsfähige Politik für unsere Stadt" formuliert worden, erklärten die Grünen. Nach Diskussion über vorgetragene Ergänzungswünsche wurden diese übernommen und anschließend das Wahlprogramm einstimmig verabschiedet. "Ganz vorne auf unserer Agenda stehen die Sicherung einer nachhaltigen Lebensqualität, Klima-, Natur- und Umweltschutz, eine zukunftsorientierte, familienfreundliche Stadtentwicklung und eine Mobilität ohne schädliche Umweltauswirkungen", erläutert Betkin Goethals, die ebenfalls dem Vorstand der Grünen angehört.

Im Anschluss stand die Wahl der Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung der nächsten Wahlperiode an. Die vom Vorstand vorgeschlagene Wahl-Liste wurde nach der Vorstellung der 15 Kandidaten von der Versammlung einstimmig beschlossen. Nathalie Ferko (27) aus Okriftel und Dirk Staudt (57) aus Hattersheim führen die Liste an, die paritätisch besetzt ist und sich aus neuen sowie erfahrenen Mitgliedern zusammensetzt. Marga Schmitt-Reinhart, die sich seit über 20 Jahren im Magistrat für die Grünen engagiert, nimmt den Listenplatz Drei ein, gefolgt von Alessio Dale aus Eddersheim, der sich zudem bei der Grünen Jugend im Main-Taunus-Kreis engagiert.

Nathalie Ferko, Studentin der Politikwissenschaft und Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im Main-Taunus-Kreis, erläuterte ihre Sicht der Dinge: "Das Pariser Klimaabkommen hat gezeigt, dass globale Herausforderungen wie der Klimawandel auch lokale Lösungen brauchen. Wir wollen auch vor Ort unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten und den Natur- und Umweltschutz stärker ins Zentrum politischer Entscheidungen rücken, um die Lebensqualität - auch in unserer Stadt - für die nachfolgenden Generationen zu sichern."

Der Klimawandel steht auch im Fokus des selbstständigen Medienfachwirts Dirk Staudt. Wichtig ist ihm ein weltoffenes Hattersheim. "Alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Generation sollen sich hier zu Hause fühlen. Dafür möchte ich mich als Stadtverordneter einsetzen", begründete Dirk Staudt seine Kandidatur.

Marga Schmitt-Reinhart möchte weiterhin in Hattersheim "Grünen"-Politik machen: "Große Herausforderungen stehen vor uns und wir können in unserer Kommune aktiv daran mitwirken unseren Planeten zu schützen, die Demokratie zu erhalten und zu stärken, Menschen eine Heimat zu geben, die nicht zuletzt auch durch unser Konsumverhalten Not leiden und keinen Zugang zu Bildung haben. Fairer Handel, der demografische Wandel, Bürgernähe, neue Verkehrskonzepte, lebendige Erinnerungskultur, ein breitgefächertes Kulturangebot, gesellschaftliche Teilhabe, Bürgernähe, eine familienfreundliche Stadt, Naturräume erhalten und pflegen - das werden auch weiterhin meine Schwerpunkte sein."

Und Alessio Dale möchte seine Stadt nachhaltig mitgestalten, wie er erläuterte: "Dafür brauchen wir intelligente Verkehrskonzepte, eine stabile digitale Infrastruktur, einen aktiven Ausbau erneuerbarer Energien, zusammen mit einer intakten Flora und Fauna. Gemeinsam können wir einen ökologisch-sozialen Wandel voranbringen", ist sich der 20 Jahre alte Student sicher. red/hk

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