Das Schwimmbad am Schwarzbach gehört zu den besonderen Merkmalen von Hattersheim. Archiv-FOTO: Kröner
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Das Schwimmbad am Schwarzbach gehört zu den besonderen Merkmalen von Hattersheim. Archiv-FOTO: Kröner

Infrastruktur

Hattersheim: Sind die Hattersheimer zufrieden mit ihrer Stadt?

Die Stadtverwaltung führt erneut eine Umfrage durch - die Teilnahme ist auch per Internet möglich.

Hattersheim -Eigentlich könnten die Kommunalpolitiker der einstigen Rosenstadt zufrieden sein. Die Kommune gilt als prosperierende Stadt, es wurden, beziehungsweise werden, Hunderte neue Wohnungen gebaut, es gibt ein Schwimmbad, eine gut aufgestellte Kulturszene samt den bundesweit bekannten Klassikertagen, die Stadthalle wird bald wieder geöffnet sein und nicht zuletzt investieren Unternehmen über eine 1,3 Milliarden Euro in der 28 000-Einwohner-Stadt. Die Nachteile dieser Expansion sind nicht zu übersehen. Zum einen wächst ständig die Zahl derjenigen, die per Auto nach Hattersheim fahren. Zum anderen muss die Infrastruktur bereits jetzt auf eine künftig über 30 000 Einwohner zählende Kommune ausgelegt werden. Dazu zählen die Plätze für Kinderbetreuung genau so wie die erhöhte Anzahl an Schülern, die mit der Zunahme der Einwohnerzahl verbunden sind. Die Kommunalpolitiker aller Fraktionen sind sich dessen bewusst. Gerungen und diskutiert wird bereits seit einigen Jahren um die richtige Lösungen für die Zukunftsentwicklungen. Nicht alles kann dabei so schnell umgesetzt werden wie gewünscht. Dazu kommt noch, dass sich die Welt rasant ändert und diese Änderungen mit in die Zukunftsplanungen miteinbezogen werden müssen. Keine leichte Aufgabe als für alle Politiker. Doch welche Möglichkeiten haben die Bürgerinnen und Bürger, um auf diese Pläne Einfluss zu nehmen, die ja zudem Einfluss auf ihre Kinder und Enkel haben? Die Antwort ist schlicht und einfach: Das passiert nicht mit Meckern und Nörgeln, sondern zum einen mit der Teilnahme an den Kommunalwahlen und zum anderen beim Mitwirken in Vereinen und Organisationen, in Parteien und Wählergemeinschaften. Und es gibt die Möglichkeit, bei Bürgerversammlungen und Umfragen eventuell vorhandene Vorschläge, Ideen und Meinungen zum Ausdruck zu bringen. In Hattersheim wird es dazu jetzt eine neue Gelegenheit geben.

Rückblick: Im November 2016 rief die Stadtverwaltung Hattersheim zum ersten Mal alle Einwohner auf, an einer sogenannten Zufriedenheitsumfrage teilzunehmen. Die Resonanz darauf war für den Magistrat ermutigend. Die Konsequenz: Um ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu erhalten, soll diese Umfrage nun in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Aus diesem Grund findet ab Mittwoch, 1. September, die nächste Umfrage statt. Alle Hattersheimer sind dazu aufgerufen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Im Zeitraum von 1. bis 30. September finden Interessierte einen Button auf der städtischen Website www.hattersheim.de über den sie zum Online-Fragebogen gelangen.

Abgabefrist bis Ende September

Für Bürgerinnen und Bürger, die keine Zugangsmöglichkeit zum Internet haben, liegen ab dem 1. September im Rathaus (Im Nassauer Hof 1-3) die entsprechenden Fragebögen zur Abholung bereit. Auf Wunsch wird der Fragebogen außerdem per Post zugeschickt. Hierzu können sich Interessierte an die Mitarbeiterinnen von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rathauses, Sabrina Saur, Telefon (0 61 90) 9 701 83 oder Annika Kitzmann, Telefon (0 61 90) 97 01 03, wenden. Die ausgefüllten Fragebögen können im Rathaus Hattersheim abgegeben, eingeworfen oder per Post zugeschickt werden. Letztes Teilnahme- beziehungsweise Eingangsdatum für die Abgabe der Fragebögen ist Donnerstag, 30. September. Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) ruft alle Hattersheimer Einwohner nun dazu auf, sich an der neuen Umfrage zu beteiligen: "Die Zufriedenheit aller Bürgerinnen und Bürger in Hattersheim hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Deswegen habe ich es mir zum Ziel gesetzt anhand dieser Umfrage das aktuelle Stimmungsbild in der Bevölkerung einzufangen. Deshalb mein Aufruf an sie, nehmen sie diese Möglichkeit wahr um ein Lob oder auch gerne Verbesserungsvorschläge beziehungsweise Kritik loszuwerden." meh

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