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Das Spitzentrio der SPD-Wahlliste (v. li.): Dr. Marek Meyer, Silvia Maeder und Kolja Franssen. Foto: Privat

Politik

Hattersheim: SPD stemmt sich gegen den Trend

Dr. Marek Meyer ist Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl 2021.

Hattersheim -Auf einer Mitgliederversammlung hat die Hattersheimer SPD ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 14. März nächsten Jahres beschlossen. Spitzenkandidat ist SPD-Fraktionschef Dr. Marek Meyer, 41 Jahre alter Familienvater und IT-Produktmanager aus Hattersheim. Auf Platz zwei folgt die langjährige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Maeder. Auf Platz drei kandidiert mit Kolja Franssen aus Eddersheim eine Nachwuchshoffnung der Hattersheimer SPD. Platz vier nimmt die Stadträtin Ellen Beutel aus Okriftel ein.

"Wir freuen uns, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern wieder eine ausgewogene Liste aus jüngeren und erfahrenen Kandidatinnen und Kandidaten aus allen drei Hattersheimer Stadtteilen präsentieren können", erklärte Spitzenkandidat Marek Meyer. Die Hattersheimer Sozialdemokraten wüssten, dass die Ausgangslage für die Kommunalwahl in der Vergangenheit schon besser gewesen sei: Die SPD schwanke bundesweit zwischen 15 und 17 Prozent und die Möglichkeit, dass sich das auch auf die kommunale Ebene durchschlägt, sei durchaus vorhanden. "Wir wollen uns gegen den Trend stellen und weiterhin in Hattersheim eine starke und bürgernahe Politik machen", kündigte Marek Meyer an. "Wir sind die stärkste Oppositionskraft und haben in den letzten Jahren eine kritische, aber konstruktive Politik gemacht", zeigt sich Meyer von dem Engagement der SPD-Fraktion überzeugt. Ziel sei es natürlich wieder, die Regierungsverantwortung zu übernehmen. "Es gibt sicherlich Sachen, die in Hattersheim gut laufen, aber wir nehmen auch eine Unzufriedenheit bei der Bevölkerung wahr." Dazu gehörten, so Marek Meyer weiter, beispielsweise die ungelösten Verkehrsprobleme, die durch die neuen Wohngebiete an der Ölmühle in Hattersheim sowie des Phrix-Quartiers in Okriftel entstehen werden. Marek Meyer behauptete: "Insbesondere von der CDU wurde bei der letzten Kommunalwahl eine Verkehrsentlastung für Okriftel versprochen, jetzt geschieht das genaue Gegenteil."

Auf der unlängst beschlossenen Liste der Hattersheimer SPD kandidieren fast alle bisherigen Mitglieder der SPD-Fraktion erneut. "Das ist ein gutes Zeichen, dass wir als Team mit unserer bisherigen Zusammenarbeit zufrieden sind und auch als Team weitermachen wollen", machte Marek Meyer seine Sichtweise deutlich. Neben Kolja Franssen (Platz drei) kandidieren auch erstmals Birgid Oertel und Volker Igstadt (Platz 12 und 13) auf der Liste der Hattersheimer SPD, die sich als Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs stark engagieren und für eine moderne und umweltfreundliche Verkehrspolitik stünden. Die SPD freue sich auch darüber, dass die beiden Hattersheimer Unternehmer, Matthias Oha (Platz neun) und Selim Balcioglu (Platz elf), sich ebenfalls wieder auf vorderen Listenplätzen bewerben. Deshalb glaubt Marek Meyer: "In Hattersheim liegt die Wirtschaftskompetenz bei der SPD."

Auf dem letzten Platz, der in der in Kommunalpolitik aber als "Ehrenplatz" gilt, kandidiert Alt-Bürgermeister Hans Franssen, der sich auch nach seinem Ausscheiden als Bürgermeister als Vorsitzender des Hattersheimer Geschichtsvereins für seine Heimatstadt engagierte.

Auffällig: Auf der Wahlliste taucht die bisherige SPD-Vorsitzende und Stadtverordnete Christel Hesse nur noch auf Platz 20 auf. Nach Informationen dieser Zeitung hatte es parteiintern harsche Kritik von langjährigen Mandatsträgern an Christel Hesse gegeben. In der offiziellen Mitteilung der SPD wird Hesse nicht erwähnt. Der Versuch, gestern bis zum Redaktionsschluss bei Christel Hesse nachzufragen, war erfolglos. Die Stadtverordnete war nicht erreichbar. meh/hk

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