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Hattersheim: Sportanlageerhält Sprintstrecke

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Im Herbst sollen die Aufträge zur Sanierung und Neugestaltung der Sportanlage am Karl-Eckel-Weg vergeben werden. FOTO: kröner
Im Herbst sollen die Aufträge zur Sanierung und Neugestaltung der Sportanlage am Karl-Eckel-Weg vergeben werden. © Kröner, Sascha

Warum die SG DJK nun dringend einen Lagercontainer mit Fenster sucht.

Hattersheim -Die Sportgemeinschaft (SG) DJK hat viele erfolgreiche Leichtathleten hervorgebracht. Auf der städtischen Sportanlage im Karl-Eckel-Weg richtet der Verein aber schon seit mehreren Jahren keine Wettkämpfe mehr aus. Dies mache auf der veralteten Aschenbahn keinen Sinn, erklärt Abteilungsleiterin Isabelle Bienek. "Es hat einfach keiner Lust, darauf zu laufen", so die Leichtathletin.

Die schlechten Platzverhältnisse führten dazu, dass es die SG DJK in der Vergangenheit nicht eilig hatte, ihr Material auf dem neuesten Stand zu halten. Die Größe der derzeitigen Hürden sei nicht für Wettkämpfe geeignet, berichtet Bienek. Der Verein habe auch nicht den Platz gehabt, größere Hürden zu lagern. Die Sportler nutzen nur eine Garage auf dem Sportgelände, um ihre Ausrüstung zu verstauen. In dem Lagerraum befinden sich neben den Hürden unter anderem auch Speere, Medizinbälle und Startblöcke für den Laufsport.

Nun zeichnen sich jedoch deutliche Verbesserungen für die Leichtathleten im Karl-Eckel-Weg ab. Die Stadt Hattersheim hat einen Zeitplan für die Modernisierung der Anlage bekanntgegeben. Unter anderem soll die Wettkampfbahn mit einem Kunststoffbelag erneuert und um eine Sprintstrecke ergänzt werden. Im vergangenen Sommer gingen die Förderbescheide bei der Verwaltung ein. Nach Angaben aus dem Rathaus könnten die Aufträge im Herbst an Firmen vergeben werden. Die Fertigstellung soll dann nach rund zwölf Monaten Bauzeit im Jahr 2023 erfolgen. Parallel zu den anstehenden Modernisierungen möchte die DJK Hattersheim ihre Lagerkapazitäten nun aufrüsten. Der Verein hat eine Anfrage an seine Mitglieder sowie an die Öffentlichkeit gestellt. Gesucht wird ein Container.

Weil Platz fehlt, solle der Container die Garage um zusätzlichen Stauraum ergänzen, erläutert Isabelle Bienek. Dann könnten künftig auch Wettkampfhürden in der Nähe der neuen Laufbahn untergebracht werden. Die Stadt habe dem Sportverein eine Fläche hinter dem Bereich des Platzwartes zur Verfügung gestellt, sagt die Abteilungsleiterin. Dort stehe ein Areal von rund 15 Quadratmetern zur Verfügung, das für die geplante Nutzung durch den Verein vorbereitet ist. Der Boden sei bereits geebnet worden. Was jetzt noch fehlt, ist ein geeigneter Lagercontainer. Isabelle Bienek weist darauf hin, dass neben der Größe vor allem wichtig sei, dass der Container Fenster hat. Am vorgesehenen Standort liege nämlich kein Strom, um den neuen Raum von innen zu beleuchten. Die SG DJK habe bei ihren Mitgliedern nachgefragt. "Manchmal hat man Glück und jemand arbeitet in dieser Branche", hofft die Leichtathletin.

Entscheidend ist nach Angaben von Isabelle Bienek auch, dass der Container auf den Sportplatz geliefert und dort aufgestellt wird. Bei den Firmen, mit denen der Verein bisher Kontakt hatte, sei es genau daran gescheitert. Das DJK-Mitglied gibt die Hoffnung jedoch nicht auf. In der vergangenen Woche hätten sich zwei weitere Firmen beim Verein gemeldet, sagt die Sportlerin. Vielleicht sei diesmal ein geeignetes Container-Angebot dabei.

Mit dem geplanten Standort sind die Leichtathleten zufrieden. Die Lagerfläche befinde sich in der Nähe des Sportplatzes, erklärt Bienek. Für die nächsten drei bis fünf Jahre solle der Container auf jeden Fall dort bleiben. Dann müsse man sehen, ob ein Standortwechsel Sinn mache.

Mit neuen Räumlichkeiten wird sich die SG DJK auch in Zukunft noch befassen. Denn als letzter Schritt nach der Erneuerung der Leichtathletik-Anlage steht der Neubau eines Vereinsheims an. Die derzeitigen Duschen und Umkleiden im Karl-Eckel-Weg sind in die Jahre gekommen und befinden sich in einem schlechten Zustand. sas

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