An der Stadthalle sind Baumaterialien gelagert. Derzeit finden die meisten der Arbeiten im Innern des Bauwerks statt.
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An der Stadthalle sind Baumaterialien gelagert. Derzeit finden die meisten der Arbeiten im Innern des Bauwerks statt.

Sanierung

Hattersheim: Stadthalle bekommt neue Lichtkuppel

Die energetische Ertüchtigung des Gebäudes ist fast komplett abgeschlossen. Nach dem Ende der Arbeiten auf dem Dach sowie an der Abwasserleitung kann dann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Hattersheim -Nach jahrelangem Stillstand gab es in den vergangenen Monaten mehr Veränderungen an der Stadthalle am Karl-Eckel-Weg als jemals zuvor. Daran änderte auch die Corona-Krise nichts. "Christo ist nicht mehr da" - so lautete - fast treffend - die Aussage eines Spaziergängers zwischen der Stadthalle und dem Stadtpark. Tatsächlich präsentiert sich die "verpackte" Stadthalle nicht mehr verhüllt mit Plastikplanen. Bekanntlich war die Komplett-Einhausung des denkmalgeschützten Gebäudes notwendig, um bei den Arbeiten das Dach sowie weitere äußere Bereiche vor eventuell eindringendem Regenwasser zu schützen. Wäre das nämlich passiert, so hätte es noch während der umfangreichen Bauphase einen größeren Schaden gegeben. Von der Zeitverzögerung ganz abgesehen. Solche Vorfälle gibt es bei großen Bauprojekten nicht selten. Die Stadt Hattersheim ist in Sachen Bauschäden ein gebranntes Kind. So war die neue Kindertagesstätte (Kita) neben dem ehemaligen Sarotti-Schornstein von einem Wasserschaden betroffen. Dadurch verzögerte sich die normale Inbetriebnahme der Kita um Monate. Ein ähnliches Erlebnis hatte die katholische Pfarrgemeinde in Eddersheim in ihrem Kindergarten. Deswegen musste dort kurzfristig nach einer alternativen Lösung gesucht werden.

Zurück zur Sanierung der denkmalgeschützten Stadthalle. Die Arbeiten für die Dachdämmung sowie die Abdichtungsarbeiten an den Außenmauern sind nach Angaben von Rathaus-Sprecherin Monika Münch weitgehend abgeschlossen. Ebenso wie die Arbeiten an der Fassade. Zugleich seien damit die wesentlichen baulichen Komponenten der "energetischen Sanierung" beendet, erklärte die Sprecherin weiter.

Nach dem nun erfolgten Rückbau der Überdachung werde die neue Attika, also die abschließende Dachumrandung, ergänzt. Außerdem laufen die Vorbereitungen zum Aufsetzen der neuen Lichtkuppel. In Zuge dieser Arbeiten werden nun ebenfalls die neuen, großen Isolierverglasungen der Fassade eingebaut.

Im Innenbereich des Gebäudes, vor allem im Kellergeschoss, werden zugleich die technischen Neuinstallationen vorangetrieben. "Die zentralen Heizungsanlagen sind bereits installiert, Kabelpritschen, Lüftungskanäle und Leitungstrassen zu den Verbraucheranschlüssen und Unterverteilungen werden verlegt - das geht Hand in Hand mit dem Dämmen der Kellergeschossdecke", erläuterte Rathaus-Sprecherin Monika Münch die weiteren Arbeitsschritte. Zeitgleich mit der Baumaßnahme werden defekte Bereiche des Grundleitungsnetzes der Stadthalle saniert. Dies betrifft konkret die Abwasserleitungen für Schmutzwasser sowie für Regenwasser im Kellergeschoss des Gebäudes. Die Sanierungsarbeiten betreffen Leitungen, die unter der Bodenplatte im Keller des Gebäudes liegen. Mit einem speziellen Verfahren werden die Leitungen saniert. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Die Bodenplatte muss nicht aufgebrochen oder großflächig aufgebohrt werden. Nach dem Abschluss der Sachverständigenprüfung für die sanierten technischen Grundinstallationen werden die Innenausbauarbeiten in Angriff genommen, erläuterte Sprecherin Monika Münch abschließend. meh

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