Nicht nur die Pracht der Rosen soll im Rosarium die Besucher beeindrucken, sondern außerdem neue Staudenbeete, die dort angelegt werden. Die bisherigen waren vor über 20 Jahren gepflanzt worden.
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Nicht nur die Pracht der Rosen soll im Rosarium die Besucher beeindrucken, sondern außerdem neue Staudenbeete, die dort angelegt werden. Die bisherigen waren vor über 20 Jahren gepflanzt worden.

Regionalpark

Hattersheim: Staudenbeete werden neu gestaltet

Im Rosarium wird nun Wert auf Bienenweiden und trockenheitsresistente Pflanzen gelegt.

Hattersheim/Okriftel -Die Historie der besonderen Freizeitanlage ist den meisten Besuchern und Nutzern bekannt: Das Rosarium wurde 1997 als eine der ersten Attraktionen des Regionalparks Rhein-Main eingeweiht. Die Lage des Rosariums erinnert an die lange Tradition der Stadt Hattersheim als "Stadt der Rosen", die sie vor vielen Jahrzehnten durch die Blumenanbaubetriebe gewesen war. Mehrere örtliche Gärtnerbetriebe hatten bekanntlich den Rosenanbau als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Vor allem Schnitt-Rosen wurden von Hattersheim aus über den Frankfurter Großmarkt nach ganz Europa ausgeliefert. Doch aus verschiedenen Gründen und vor allem wegen der ausländischen Konkurrenzbetriebe lohnte sich der Rosenanbau nicht mehr. Schließlich verlor Hattersheim auf natürliche Art und Weise den selbst gewählten Titel als Rosenstadt: Es gab nämlich keine nennenswerten Exporte von Rosen aus Hattersheim in andere Länder.

Das Rosarium erinnert mit seinen Blumen an diese Zeit. Auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern bieten mehr als 6000 Rosen bei über 130 verschiedenen Sorten einen breiten Querschnitt durch die Vielfalt der heutigen Rosenzüchtungen. Der Mittelpunkt sowie das Eingangsportal des Rosariums ist die 6,50 Meter hohe Pyramide, die Ende März neu aufgebaut wurde. Die Regionalpark Pilot GmbH hatte dafür gesorgt. Das ursprünglich hölzerne Bauwerk wurde bekanntlich durch ein Metallgerüst mit dem gleichen Aussehen ersetzt.

Die Rosenbeete sind eingerahmt durch einen umlaufenden Weg mit Pergolen und Staudenbeeten, die mit ihren verschiedenen Wuchsformen eine farbliche und formenreiche Ergänzung zu den Rosen darstellen.

Die vorhandenen Staudenbeete sind nach rund 24 Jahren, in denen die Anlage nun besteht, mittlerweile teilweise komplett überwachsen. Dominante Stauden belegten große Flächen, während Solitärstauden zurückgedrängt wurden oder sogar ganz verschwunden sind. Aus diesem Grund stand an erster Stelle des Projektes ein Austausch des Bodens. Damit soll eine erneute Besiedelung durch Wurzelkräuter sowie durch dominante Stauden verhindert werden.

Nun teilte die Regionalpark Pilot GmbH mit, dass am Mittwoch, 30 Juni, eine Pflanzaktion stattfindet: "Zur Verbesserung der Biodiversität sowie des Schutzes von Insekten und insbesondere Bienen wird nach dem Bodenaustausch als nächster Schritt auf der Fläche von einem Ar ein Wildstaudenbeet angelegt. Alle Besucher des Rosariums werden nach der Pflanzung heimische Wild- und Prachtstauden bewundern können." Statt einer Versiegelung und Schotterwüsten sollen "Impressionen aufgezeigt werden, was man mit Bienenweiden und trockenheitsresistenten Pflanzungen bei relativ geringem Pflegeaufwand erreichen kann". Mit dem Projekt wird ein etwa 130 Quadratmeter großes Wild-staudenbeet mit abgestufter Pflanzung angelegt. Unter den insgesamt 24 Staudenarten befinden sich neben Duft- und Gewürzstauden wie Lavendel, Ysop, Dost und Salbei auch Heilpflanzen wie Alant und Baldrian. red/meh

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