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Hattersheim: Warten auf das Mobiliar für die Stadthalle

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Noch fehlt für den Saal in der sanierten Stadthalle die Einrichtung. Bei einem Rundgang vor einigen Monaten wurde über die bereits absolvierten Arbeiten informiert. archivFOTO: kröner
Noch fehlt für den Saal in der sanierten Stadthalle die Einrichtung. Bei einem Rundgang vor einigen Monaten wurde über die bereits absolvierten Arbeiten informiert. archiv © Kröner, sascha

Eigentlich sind alle Sanierungsarbeiten beendet, doch Tische, Stühle und die Kücheneinrichtung fehlen noch.

Hattersheim -Seit Ende April öffnen die Türen der denkmalgeschützten Stadthalle ab und an wieder für die Öffentlichkeit. Das Kreisblatt-Forum zur im Mai anberaumten Bürgermeisterwahl war damals die erste Veranstaltung, die in den sanierten Räumen stattfand. Seither wird die denkmalgeschützte Halle regelmäßig genutzt. Nur die offizielle Eröffnung hat die Stadt bisher noch nicht gefeiert. Es stehen nämlich noch einige letzte Arbeiten und Lieferungen aus, bevor das Thema Stadthallenerneuerung zumindest organisatorisch abgehakt ist.

Optisch wirkt der zentrale Veranstaltungsort seit dem Frühjahr fast genauso wie vor der Sanierung - dies erforderten die Vorgaben des Denkmalschutzes. Unter der Wandverkleidung sowie im Keller verbergen sich allerdings jede Menge Verbesserungen und neueste Technik. Lüftung, Heizung und Brandschutz wurden auf den derzeit aktuellsten Stand gebracht. Viele Elemente lassen sich aus dem Rathaus fernsteuern - manche Systeme, wie etwa die Lüftung, passen sich automatisch an die Bedingungen an. Was allerdings noch fehlt, ist die Einrichtung. Die Anschaffung von Tischen und Stühlen blieb in den vergangenen Monaten offen. Bei Bedarf half man sich mit anderen Sitzgelegenheiten, die aus dem Okrifteler Haus der Vereine geholt werden mussten.

Damit soll nun Schluss sein: Bis zur Berufsmesse der Hattersheimer Wirtschaftsförderung am 13. Oktober wird die Stadthalle mit eigenem Mobiliar ausgestattet. Am 7. Oktober sollen ein Rednerpult, Tische, Stühle sowie entsprechende kleine Transportwagen - für die Nutzung in dem Gebäude - geliefert werden, erklärte der Referent des Bürgermeister, Stefan Käck. Auch die Bestuhlung sei in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz ausgewählt worden.

Wenn die Möbel da sind, fehlen noch einige technische Installationen, die unter anderem Licht und Ton auf der Bühne betreffen. Die Halle sei fertig bis auf den Einbau der Küche und eines Teils der Veranstaltungstechnik, erläutert Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). Die Einrichtung der Küche ist Voraussetzung für den Betrieb des Restaurants, das sich ebenfalls innerhalb des Gebäude in einem Nebentrakt befindet. Die Stadt werde den Bereich für die Essenszubereitung einrichten und komplett ausgestattet verpachten, erläuterte Klaus Schindling. Die Küche solle im März geliefert werden. Die Arbeiten dafür seien bereits ausgeschrieben. In engem Zusammenhang mit der Küche steht die Frage, welche Gastronomin oder welcher Gastronom künftig die Bewirtung übernehmen wird. Die Stadt hatte sich zu einem zweigeteilten Konzept entschlossen, bei dem ein Caterer und ein Restaurantbetreiber unter dem Hallendach arbeiten. Noch ist die Verwaltung nicht bereit, Details zu verraten. Nur so viel: Bei der Verpachtung des Restaurants sei man sich einig geworden und stehe kurz vor dem Vertragsabschluss, berichtet Verwaltungschef Klaus Schindling. Für die Rolle des Caterers, der die Veranstaltungen in der Halle bewirten soll, gebe es zumindest schon einen Wunschkandidaten. „Wir habe gute Gespräche geführt“, sagt Rathausmitarbeiter Stefan Käck.

Ebenfalls im Frühjahr geht es vor der Stadthalle weiter. Dann beginne die Neugestaltung der Außenanlagen, kündigt der Rathauschef noch einmal an.

Die Hattersheimer Stadthalle war im Jahr 2013 als Einsparungsmaßnahme im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geschlossen worden. Eine Fortsetzung des Betriebs scheiterte dann im Jahr 2014 an vielen Mängeln bei den Brandschutzauflagen. Für die medizinische Versorgung sowie als Kantine für Asylbewerber wurde sie zwischenzeitlich genutzt. Danach blieb die Halle erneut ungenutzt. 2018 startete schließlich die umfassende energetische und sicherheitstechnische Sanierung. Die Gesamtkosten dafür betragen voraussichtlich zwischen 12 und 13 Millionen Euro. sas

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