Beim Rundgang durch das Neubaugebiet wurde unter anderem das neue Wasserspiel präsentiert.
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Beim Rundgang durch das Neubaugebiet wurde unter anderem das neue Wasserspiel präsentiert.

Neubaugebiet

Hattersheim: "Wasser marsch" an der Ölmühle

Grozügige Spielflächen sowie Regenwasser-Auffangstationen sind zwischen den neuen Wohngebäuden gebaut worden.

Hattersheim -Über das Neubaugebiet Ölmühle wurde vor einigen Monaten noch kontrovers diskutiert. Die verdichtete Bauweise sowie fehlende Grünflächen waren dabei die Hauptkritikpunkte. Insgesamt sind in diesem Bereich 364 Wohnungen entstanden, 60 Prozent davon werden als Mietwohnungen genutzt, 40 Prozent sind als Eigentumswohnungen errichtet worden. Die Gestaltung des Neubaugebietes hatte der Magistrat in Verhandlungen mit dem Investor, der Firma Horn, festgelegt.

Wasserfontänen und Kletterspinne

Nun wurde bei einer Begehung der öffentlich zugängliche Bereich in dem Baugebiet vorgestellt. Dazu gehören unter anderem ein Springbrunnen, der nicht nur für die Jüngsten eine Attraktion darstellen wird. In verschiedenen Höhen schießen Wasserfontänen nach einem bestimmten Rhythmus aus einem Wasserzuleitungsrohr. Das Wasser verschwindet dann wieder aus der Kuhle und ist wie vom Erdboden verschluckt. Werden die verschieden großen Fontänen dann wieder aus der Kuhle gepumpt, können vor allem Kleinkinder gefahrlos in dem feuchten Nass herumtollen. Nebenan ist zudem eine große Kletterspinne installiert worden, die von den älteren Kindern genutzt werden kann.

Das ist aber noch nicht alles, was auf der öffentlichen Fläche im Neubaugebiet Ölmühle geboten wird. Wurde doch darauf Wert gelegt, dass der Aufenthalt besonders für Familien ein entspanntes Erlebnis werden kann. So wurden Pflanzen-Inseln mit Kübeln auf dem Platz zwischen den Wohnhäusern platziert, die für Grün und bunte Pflanzen sorgen. Der Investor des Baugebietes hat zudem die benachbarte ehemalige Ölmühle erworben, um dort eine Gaststätte mit Biergarten einzurichten. Dort könne im Biergarten dann beispielsweise Hattersheimer Landbier für die Gäste gezapft werden, erklärte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) auf Nachfrage. "Radfahrer und Spaziergänger können im Biergarten der Ölmühle dann eine Rast einlegen, während die Kinder ganz in der Nähe spielen", beschreibt der Rathauschef das wünschenswerte Szenario. Da das künftige Stadtmuseum auf der gegenüberliegenden Seite nicht weit entfernt ist, gibt es zwei Ausflugsziele innerhalb einer kurzen Strecke.

Blockheizwerk errichtet

Die Parkflächen für die Autos der Bewohner des Ölmühlen-Viertels sind unter Erde geschaffen worden. 450 Stellplätze gibt es in der unterirdischen Parkflächenebene, dazu kommen noch einige Parkplätze für Besucher. Auch die Bemühungen, den Umweltschutzgedanken verstärkt zu seinem Recht kommen zu lassen, wurden berücksichtigt. So wurde ein unterirdisch platziertes Blockheizkraftwerk für das Neubaugebiet errichtet. Außerdem verweist Verwaltungschef Klaus Schindling auf das Ableiten von Regenwasser in das Grundwasser, das teilweise mit Hilfe von Rigolen geschieht: "Es wird kein Tropfen Regenwasser in die Kanalisation eingeleitet."

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