In Fußgängerzonen, wie hier "Am Kirchgarten", darf mit dem E-Scooter nicht gefahren werden. Theoretisch darf der Roller aber dort geparkt werden.
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In Fußgängerzonen, wie hier "Am Kirchgarten", darf mit dem E-Scooter nicht gefahren werden. Theoretisch darf der Roller aber dort geparkt werden.

Mobilität

Hattersheim: Wo die E-Scooter geparkt werden dürfen

Das neue Angebot für Elektro-Roller wird gut angenommen, berichtet ein Sprecher der Verleihfirma Bird. Nur mit dem Abstellen der Zweiräder hakt es noch manchmal.

Hattersheim -Seit Karfreitag können Interessenten kurze Strecken mit dem Elektro-Roller zurücklegen. Die kleinen E-Scooter des Anbieters "Bird" stehen an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt. Mit der Smartphone-App lassen sich die elektrisch betriebenen Mini-Fahrzeuge aber auch in abgelegenen Bereichen leicht aufspüren. Derzeit warten zwischen 60 und 70 Roller im Stadtgebiet auf einen Fahrer. Etwas mehr als 40 seien in der Hattersheimer Stadtmitte verteilt, rund zehn stünden im Stadtteil Okriftel und der Rest in Eddersheim, erläutert Bird-Sprecher Sebastian Ruhl auf Nachfrage. Doch wie wird eigentlich sichergestellt, dass die kleinen Zweiräder nach der Fahrt wieder an Plätzen stehen, wo sie nicht stören und leicht weiter genutzt werden können?

Wer die entsprechende App auf dem Handy installiert hat, kann jederzeit den QR-Code am Lenker eines herumstehenden Rollers scannen und zur kostenpflichtigen Fahrt starten. Nach der Tour darf der E-Scooter nicht in einer ausgewiesenen Parkverbotszone abgestellt werden - ansonsten sind dem Abstellplatz jedoch kaum Grenzen gesetzt. Die Fahrzeuge, die vom Anbieter zunächst an zentralen Punkten aufgestellt wurden, verteilen sich durch die Fahrten immer weiter im Stadtgebiet. So lehnte am Wochenende etwa einer der Roller an einer Hauswand, an der ein Gehweg in der Sindlinger Straße im Stadtteil Okriftel vorbeiführt.

In Hattersheim sammeln sich derweil mehrere der Fortbewegungsmittel entlang der Frankfurter Straße. Dass mancher E-Roller rücksichtslos im Kreuzungsbereich der Rotenhofstraße und der Straße Im Nex abgestellt wurde, sorgte nach Kreisblatt-Informationen schon für Verärgerung.

Startschwierigkeit wurde behoben

Nach Angaben von Bird wird die Position der Elektrofahrzeuge regelmäßig überprüft. Die App könne erkennen, ob ein E-Scooter an einer Stelle geparkt wurde, an der Nachfrage besteht. Nach einer bestimmten Zeit ohne Nutzung würden die Roller auf andere Plätze verteilt, erläutert Sebastian Ruhl. Die Standorte der Roller sollen außerdem überprüft werden, wenn Mitarbeiter die Roller einsammeln, um die Akkus neu aufzuladen. "Die werden dann umgeparkt", sagt der Bird-Sprecher. Falls Roller auf Privatgelände abgestellt werden oder Einfahrten blockieren, könnten die Grundstückseigentümer die Fahrzeuge wegbewegen. Bird sei jedoch auch für Beschwerden erreichbar. Falsch abgestellte E-Scooter könnten in der App markiert werden. Wenn Beschwerden eingehen, schicke das Unternehmen jemanden nach Hattersheim, der sich um das Problem kümmert, sagt der Mitarbeiter.

Eine kleine Startschwierigkeit hat Bird nach dem Osterwochenende in Hattersheim bereits festgestellt. Dabei ging es jedoch nicht um unsachgemäß geparkte Roller, sondern um die falsche Begrenzung des Fahrtgebietes. Der Bereich rund um das Hochhaus am Okrifteler Ortsrand in der Sindlinger Straße sei von der gültigen Zone ausgeschlossen gewesen, erklärt Sebastian Ruhl. Dies habe dazu geführt, dass vor diesem Gebäude keine Fahrten gestartet werden konnten. Nachdem das Unternehmen einen entsprechenden Hinweis erhielt, werde der Bereich nun hinzugefügt.

"Macht Sinn für kurze Strecken"

Ansonsten sei Bird mit dem Start des Mobilitätsangebots in Hattersheim zufrieden. "Es wird gut angenommen", so Sebastian Ruhl. Die modernen Fortbewegungsmittel, die bisher vor allem aus Großstädten bekannt waren, würden zudem in überschaubaren Kommunen genutzt. "In kleineren Städten macht es Sinn, weil man viele kurze Strecken hat, für die man nicht das Auto nutzen muss", argumentiert der Bird-Mitarbeiter. Der Bedarf sei da. Das Unternehmen hat mit der Stadt einen langfristigen Betrieb in Hattersheim vereinbart. sas

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