Dieser Laternenmast erschwert die Zu- und Ausfahrt mit dem Auto aus dem Hof, monieren Anlieger am Südring. Trotzdem soll der Mast an dieser Stelle bleiben.
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Dieser Laternenmast erschwert die Zu- und Ausfahrt mit dem Auto aus dem Hof, monieren Anlieger am Südring. Trotzdem soll der Mast an dieser Stelle bleiben.

Infrastruktur

Hochheim: Ist der Laternenmast ein Problem?

Warum im Südring im Zuge der Straßensanierung eine Straßenbeleuchtung versetzt wurde und dies nun für Protest sorgt.

Hattersheim -Seit über einem Jahr wird im Südring gebaut. Beschwerden von Anwohnern hat die umfangreiche Straßensanierung bisher kaum ausgelöst. Auf den letzten Metern der Wanderbaustelle regt sich nun jedoch ein Protest: Angela Dohmen berichtet dem Kreisblatt, dass ihre Eltern in der vergangenen Woche ihren Augen nicht trauten. Eine Straßenlaterne, die im Zuge der Baumaßnahme versetzt wurde, steht seit wenigen Tagen vor der Einfahrt zum Grundstück im Südring 11. Ein Problem? Aus Sicht der Bewohner auf jeden Fall. Die Hattersheimer fühlen sich in der Zufahrt zu ihrem Hof eingeschränkt und melden außerdem Sicherheitsbedenken an.

Angela Dohmen war bereits zuvor nicht gut auf die Durchführung der Baumaßnahme zu sprechen. Ihre Mutter sei gestürzt, weil die Baustelle - ihrer Ansicht nach - nicht gut abgesichert gewesen sei, erzählt die verärgerte Frau. "Das setzt dem Ganzen jetzt noch die Krone auf", kommentiert sie die Installation des Laternenmastes. Bei einer ersten Begutachtung vor Ort seien städtische Mitarbeiter vom Standort des Mastes überrascht gewesen, sagt Dohmen. Zunächst habe man ihr erklärt, dass die Stadt mit dem Stromanbieter Syna über eine Nachbesserung sprechen werde und sich eine Lösung finde. Gestern habe sie dann eine Nachricht erhalten, in der man ihr mitteilte, dass der Standort überprüft wurde und die Laterne kein Problem darstelle.

Angela Dohmen sieht dies anders. Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge aller Art sei blockiert, meint die Beschwerdeführerin. Ihre Eltern würden in einem Anbau im hinteren Teil des Grundstücks wohnen. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr könne durch die verengte Einfahrt sicherlich nicht mehr an das Haus heranfahren, meint Angela Dohmen. Bei der privaten Einfahrt aufs Grundstück sei es nun auch nicht mehr möglich, wie gewohnt einzuschwenken. Ihre Eltern müssten künftig ganz gerade hinein- und hinausfahren und würden dadurch die Straße blockieren. In diesem Zusammenhang komme die Frage auf, ob dadurch nicht die Verkehrssicherungspflicht verletzt werde.

Auf Nachfrage teilte die Stadtverwaltung gestern mit, dass man sich die Situation bei einem Ortstermin angeschaut habe. Außer dem technischen Leiter der Stadtwerke sei ein Mitarbeiter der Syna dabei gewesen. Außerdem habe sich Stadtbrandinspektor David Tisold die Lage angeschaut. Nach genauer Prüfung der Gegebenheiten und anschließender interner Abstimmung der beteiligten Fachreferate könne der Bitte der Anwohnerin nicht stattgegeben werden. Die Prüfung habe nämlich ergeben, dass die Straßenlaterne weder die Zufahrt für private Fahrzeuge der Anwohnerin einschränke, noch für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge ein Problem darstelle.

Laut der Hattersheimer Verwaltung trägt die Position der Laterne sogar zur Verkehrssicherheit bei. Der Standort der Beleuchtung sei bewusst gewählt worden, um die Straßenkreuzung zur Danziger Straße so auszuleuchten, dass sie DIN-gerecht erfolgt und damit die Verkehrssicherheit erhöht. Die geforderte Mindestausleuchtung sei beim alten Standort nicht mehr gegeben gewesen, weshalb der Standort gewechselt wurde. Die Entscheidung über Straßenbeleuchtung sei entsprechend geltender DIN-Normen umzusetzen. Dabei müsse eine Mindest-Lux-Zahl erreicht werden, heißt es aus dem Rathaus. Das Unternehmen Syna nutze eine professionelle Software, um die notwendige Anzahl, die Abstände und die Standorte für die Straßenlaternen zu berechnen. Anschließend mache die Syna der Stadt einen durchführbaren Vorschlag. Die endgültige Entscheidung verbleibe dann beim Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Straßenbeleuchtung installiert wird. In diesem Fall also bei der Stadt. sas

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