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Die Stadt Hattersheim hat ein Baumkataster erstellt und in ihr Geodaten-Portal im Internet übertragen. Jeder erfasste Baum ist mit einer Nummer auf einer Plakette am Stamm versehen.

Geodaten-Portal

Jeder Baum ist säuberlich registriert

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Wer Einzelheiten über Bäume erfahren will, die in Hattersheim im öffentlichen Raum stehen, kann nun auf das Geodaten-Portal zurückgreifen. Es lässt sich nach Straßen filtern.

Informationen zu Bäumen gefällig? Das Gehölz mit der Markierung „O0315“ ist beispielsweise eine Winterlinde – lateinisch: Tilia cordata. Sie wird bis zu zehn Meter hoch und steht in der Alten Mainstraße im Hattersheimer Stadtteil Okriftel. Der Standort des Baumes wird durch keinen Bebauungsplan festgeschrieben. Solche Daten lassen sich ab sofort über die städtische Internetseite abrufen.

Die Stadt hat alle rund 5200 Bäume aus ihrem Baumkataster ins Geodaten-Portal übertragen. Neben Bebauungs- und Flächennutzungsplänen zeigt die Online-Karte nun auch die Standorte aller Bäume im öffentlichen Raum. Die Nummer jedes erfassten Baumes finden Interessierte auf einer Plakette am Stamm.

Die Erweiterung des Portals sei ein reiner Bürgerservice, erklärt Jörg Schmidtmer, Sachbearbeiter im Grünflächenamt. Bei ihm gehen häufiger Anfragen zu Bäumen ein. Einige dieser Informationen können sich die Hattersheimer nun mit einer kurzen Suchanfrage selbst beschaffen. Das Baumkataster im Internet lässt sich nach Stadtteilen und Straßennamen filtern. Nutzer können aber auch gezielt die Nummer eines Baumes eingeben oder sich alle Bäume anzeigen lassen, die an einer Straße stehen. Neben dem lateinischen und deutschen Namen liefert die Seite den Standort und die Baumhöhe in Schritten von fünf Metern.

„Dass die Höhenangabe angepasst werden muss, kommt selten vor“, erklärt Jörg Schmidtmer. Ein Baum werde meistens nicht um mehr als fünf Meter gekürzt. Falls sich doch eine Veränderung ergibt, werde die Info nach der nächsten Kontrolle angepasst. Für jeden Baum gelte ein Kontrollintervall, das vom jeweiligen Gesundheitszustand abhängt, erläutert der Mitarbeiter des Grünflächenamtes.

Einige wenige Bäume sind im Bebauungsplan für den jeweiligen Standort festgeschrieben. Falls solch ein Baum aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden muss, ist die Stadt dafür verantwortlich, Ersatz zu schaffen. Auch diese Information findet sich im Geodaten-Portal.

Die Stadt hat im Jahr 2005 begonnen, ein Baumkataster anzulegen. Hintergrund war eine neue Richtlinie zur Verkehrssicherungspflicht. Wer sich für die Übersicht der Gehölze interessiert, findet die Daten im Internet unter .

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