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Das besondere Veranstaltungslokal soll zu einem kulturellen Kleinod werden.

Kultur in Hattersheim

Neustart im Gewölbekeller des Alten Posthofs

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Sie haben den Veranstaltungsort im Gewölbekeller des Alten Posthofs bekannt gemacht und feierten dort als Comedians Erfolge: Hans-Jürgen Mock und Bernhard Westenberger. Nun kehren sie im nächsten Jahr zurück. Neben dem Showspielhaus in Hofheim betreiben sie dann erneut den Posthofkeller.

Die Proben haben begonnen. Hans-Jürgen Mock und Bernhard Westenberger arbeiten bereits eifrig an ihrer Rückkehr in den Hattersheimer Posthofkeller. Die ehemaligen Programmchefs übernehmen im nächsten Jahr wieder die Verantwortung über das Veranstaltungslokal, das sie viele Jahre lang geprägt haben. Für den Neustart versprechen die neuen Pächter eine Produktion, die speziell auf den Keller zugeschnitten ist. „Wir haben ein Haus-Ensemble gecastet“, erzählt Bernhard Westenberger. Besucher dürfen sich also auf Aufführungen freuen, die es so nur in Hattersheim zu sehen gibt.

Technik wird modernisiert

An verrückten Ideen hat es den Comedy-Machern schon früher nicht gemangelt. Ähnliches dürfen die Hattersheimern wohl auch für die neueste Produktion mit dem Titel „Die magischen Blätter“ erwarten. Hans-Jürgen Mock hat eine humorvolle Familiengeschichte rund um Märchen geschrieben. Mit dabei ist ein bekanntes Gesicht: Nicole Emert hat im Jahr 1999 mit den „Showstoppers“ im Posthofkeller angefangen und wechselte später in die Gruppe „Panoptikum“. Jetzt soll sie als Teil des neuen Ensembles in den Keller zurückkehren.

Die Theaterproben finden vorerst noch nicht im Posthofkeller statt. Erst ab Januar könne das neue Betreiber-Team in die Räumlichkeiten, erklärt Bernhard Westenberger. Dann stehen erst einmal Renovierungen und Umbauarbeiten an. Die Pächter wollen die Technik modernisieren und denken über eine neue Bestuhlung nach. „Vieles was wir damals eingebaut haben, ist heute immer noch im Keller“, sagt Westenberger. Noch drei Monate müssen sich Fans des Posthofkellers bis zum Programmstart gedulden. Am 8. März will die neue Mannschaft den Betrieb aufnehmen. Ab dann soll es ein regelmäßiges Programm an Freitagen und Samstagen geben. „Wir wollen langsam anfangen und das Angebot erweitern, sobald die Nachfrage da ist“, erklärt Bernhard Westenberger. Ob der Keller wie geplant im März eröffnen kann, hänge von den laufenden Arbeiten im Alten Posthof ab. Die Stadt lässt derzeit das Pflaster im Hof und den Zugangsbereich erneuern. Während des Weihnachtsmarktes müssen deshalb Stände aus dem Innenhof auf den Parkplatz verlegt werden. Auch der Zugang zum Posthofkeller liegt in diesem Bereich. Er gehe davon aus, dass der 8. März realistisch ist, wenn sich die Bauarbeiten nicht durch extreme Witterungsprobleme verzögern, sagt Westenberger.

Kabarett, Chansons, Jazz

Die früheren Keller-Chefs wollen sich künftig etwas im Hintergrund halten und die jüngere Generation im Posthofkeller wirken lassen. Bernhard Westenbergers 26 Jahre alter Sohn János Westenberger soll ein Kabarett-Programm für ein junges Publikum auf die Beine stellen. Der gelernte Veranstaltungsfachwirt erhält dabei Unterstützung von den beiden alten Hasen. Neben Eigenproduktionen und Kabarett sollen Chanson und Jazz der dritte Eckpfeiler des neuen Angebotes werden. Fünf Termine sind momentan schon geplant.

Schließlich hat sich das Team auch eine Lösung für die Essensversorgung im Posthofkeller überlegt. Aufgrund der kleinen Küche gestaltete sich das Angebot warmer Speisen bisher äußerst schwierig. Deshalb wollen die neuen Pächter einen Food-Truck anschaffen, der parallel zu den Veranstaltungen im Innenhof des Posthofs Halt macht. Aus dem speziellen Wagen sollen dann Speisen an die Besucher verkauft werden.

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