+
Der Obdachlose Lutz G. steht im Zentrum der eindringlichen Sozialdokumentation des Fotografen Fabian Heublein. Die Ausstellung ist von März an im Haus Sankt Martin am Autoberg zu sehen.

Dokumentation

Obdachlos: Fotoschau dokumentiert den Alltag eines Menschen am Rande der Gesellschaft

  • schließen

Der Fotograf Fabian Heublein hat einen Obdachlosen mehrere Monate lang begleitet und dessen Alltag in eindringlichen Bildern festgehalten. Die Dokumentation wird von März an im Rahmen der Reihe „Kunst und Kultur am Autoberg“ gezeigt.

Wie ist es, alles zu verlieren, auf der Straße zu leben und täglich ums Überleben zu kämpfen? Der Fotograf Fabian Heublein hat den obdachlosen Alkoholiker Lutz G. über ein halbes Jahr durch seinen Alltag begleitet. Entstanden ist mehr als eine der gewöhnlichen Sozialdokumentationen. Fabian Heublein geht es vielmehr darum, mit seinen Bildern zu zeigen, wie ein schwer kranker Mensch trotz aller Widrigkeiten des Lebens seine Würde und Individualität behauptet. Die eindrucksvolle Fotoserie steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Zuhause – Lutz G, 52 Jahre“, die von 9. März an im Haus Sankt Martin am Autoberg zu sehen ist.

Die Serie dokumentiert die täglichen Orte des Daseins von Lutz G. In eindrücklichen Aufnahmen sind die alltäglichen Routinen und Aktivitäten festgehalten. Sichtbar wird, was für den Porträtierten Heimat und Heimisch-Sein bedeuten könnte. Dieser heimische Raum ist schmal bemessen, er greift nicht weit aus, aber er kann ihn halten. Das vermögen die Bilder von Fabian Heublein zu zeigen.

Fabian Heublein, Jahrgang 1986, studierte künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In seinen fotografischen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit sozialen Situationen und deren Einfluss auf die Lebensgestaltung und den Habitus der Menschen. In den letzten Jahren sind Fotoserien zu Bewohnern ostdeutscher Neubaugebiete sowie umfassende Porträtprojekte zu Menschen in kritischen Lebenssituationen entstanden.

Die Foto-Ausstellung ist von Samstag, 9. März, bis einschließlich 3. Mai in der Hattersheimer Caritaseinrichtung zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 15 Uhr, dienstags von 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eröffnet wird die Schau am Freitag, 8. März, um 14 Uhr im Haus Sankt Martin am Autoberg, Frankfurter Straße 43.

(sie)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare