Förderverein Freibad

Pläne auch ohne Chef

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Der Förderverein Freibad hat zwar keinen Ersten Vorsitzenden mehr. Aber jede Menge vor für die neue Saison.

Elisabeth Hofmann-Matthes hat den Förderverein für das Hattersheimer Freibad initiiert, gleich den Vorsitz übernommen und den Verein als Motor vorangetrieben. Als sie bei der Jahreshauptversammlung jetzt erklärte, aus privaten Gründen für das Amt nicht weiter zur Verfügung zu stehen, gab es zwar viele Worte des Dankes für sie. Aber eine Einschränkung der Aktivitäten soll es deshalb nicht geben, im Gegenteil nahm sich der Verein für die neue Saison wieder allerlei vor.

Am liebsten würde man das Schwimmbadjahr 2015 auch mit einem kompletten Vorstand angehen, aber daraus wird vorläufig nichts. Ein Kandidat für den Posten des Ersten Vorsitzenden fand sich nämlich nicht. Also bilden Manfred Hettiger als stellvertretender Vorsitzender, Martin Albrecht als Kassierer und Carola Reichelt-Heun das Vorstandsteam, wobei Reichelt-Heun, die früher schon einmal dem Vorstand angehörte, jetzt wieder in die Vereinsführung gewählt wurde. Man werde aber versuchen, einen neuen Vorsitzenden zu finden, so Hettinger.

Und noch eine zweite neue Veränderung gibt es – das Freibad wurde organisatorisch den Stadtwerken zugeordnet. Das bedeute neue Ansprechpartner, so Hettinger. Mit denen werde jetzt erst einmal darüber gesprochen, was im Freibad möglich ist. Ohne es konkret anzusprechen: Der Förderverein möchte offensichtlich auch die früheren Unstimmigkeiten mit dem Schwimmbadrestaurant vergessen lassen, die auch das Verhältnis zur Stadt belastet hatten. Hettinger betonte ausdrücklich, an einer guten Zusammenarbeit mit dem Wirt interessiert zu sein.

Für den 11. Juli wurde die Zusammenarbeit schon ganz konkret vereinbart. Über die Mittagszeit wird es dann eine Reihe von Sportangeboten geben, ab 14 Uhr steigt die vom Vorjahr bekannte Fun-Olympiade. Um 18 Uhr startet dann ein spanischer Abend, für den das Restaurant „La Caraffa“ die Band „Elias“ verpflichtet hat.

Das wird aber nicht der erste Großkampftag für den Förderverein sein. Am 28. Juni spielt die Gruppe „Twin Set“ zum Frühschoppen mit Frühstück. Für den Nachmittag ist dann ein Kinderfest vorgesehen, und überhaupt möchte der Förderverein sich noch mehr ganz speziell um die jüngeren Badegäste kümmern. Deshalb wird es am 22. Mai auch wieder ein Staffelschwimmen der Schulen geben. Ähnliche Veranstaltungen hatte es auch 2014 gegeben.

Fest vorgesehen sind Arbeitseinsätze am 11. oder am 18. April, eventuell auch an beiden Tagen, um das Schwimmbad auf die Eröffnung am 1. Mai vorzubereiten. Im August soll der Wasserlaufball zum Einsatz kommen, den der Verein angeschafft hat, und für den 6. September ist ein weiterer Frühschoppen geplant. Es gebe noch einige weitere Ideen, berichtet Hettiger, über die er öffentlich aber erst sprechen möchte, wenn sie etwas konkretisiert worden sind.

Zu verschiedenen Vorschlägen wurden aber schon Arbeitsgruppen eingerichtet. Geprüft werden soll etwa, ob der Verein eine Smartphone-App für das Freibad einrichten kann, und mehr Sponsoren möchte der Verein auch gewinnen. Denn die Zielsetzung ist klar, die Stadt etwas von den Kosten für das Freibad zu entlasten und dadurch seinen Bestand zu sichern. „Wir haben jetzt fünf Jahre Luft“, sagt Hettinger – erst nach dieser Frist muss die Stadt, eben weil sie das Freibad an die Stadtwerke übernommen hat, die Defizite des Freibades in ihrem Haushaltsplan ausweisen. Im Rathaus hofft man, dass sich dann die finanzielle Situation wieder entspannt hat, so dass es leichter fällt, diese Belastung zu tragen.

Der Förderverein möchte derweil auch versuchen, noch zusätzliche Mitglieder zu gewinnen. 87 Namen stehen auf der Liste, aber längst nicht alle sind tatsächlich aktiv. Reine Beitragszahler sind natürlich auch willkommen. Mit einem Infostand sollen in diesem Jahr potenzielle Interessenten angesprochen werden.

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