Spenden statt Rechnung

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Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) hofft jedoch, dass die betroffenen Bürger, denen die Wehrleute die Keller leer gepumpt haben, sich mit einer Spende erkenntlich zeigen. Besser noch, sie würden Mitglied der Feuerwehr.

Wenn der Keller voll Wasser läuft, ist der Ärger und der Schaden oft groß genug. Gewöhnlich kommt das dicke Ende noch eine Weile später, wenn der größte Zorn verraucht ist – nämlich in Form einer Rechnung der Feuerwehr. Und das kann dann richtig teuer werden: Alleine das Personal kostet 20 Euro pro Person und Stunde, eine Pumpe auch mehr als 20 Euro pro Stunde, dazu kommen unterschiedliche Beträge für Fahrzeuge und anderes Gerät. Insgesamt ist ein höherer dreistelliger Betrag schnell erreicht. Mit 500 bis 600 Euro sei bei einem größeren Wasserschaden im Keller schon zu rechnen, weiß Holger Kazzer, Geschäftsführer der Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft.

Für die Einsätze bei dem schweren Unwetter im Juli des vergangenen Jahres werden die Hauseigentümer aber keine Rechnungen bekommen. Wie Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) berichtete, hat der Magistrat entschieden, darauf zu verzichten, die Hauseigentümer auf diese Weise noch zusätzlich zu belasten. Gebeten wird aber um eine freiwillige Spende für die Feuerwehren.

„Ein Unwetter dieses Ausmaßes hatte es in den letzten 15 Jahren nicht gegeben“, weiß Köster. Insbesondere in den Stadtteilen Hattersheim und Okriftel hatte ein

Starkregen

Wasser in viele Keller voll laufen lassen. Die Feuerwehren waren damals stundenlang im Einsatz und wurden von benachbarten Wehren mit Pumpen, Wassersaugern und Personal unterstützt (wir berichteten). Die besondere Lage und die großen Schäden hätten den Magistrat zu seinem Beschluss veranlasst, auf die Rechnungen zu verzichten. Dies sei auch zwischen den Stadtbrandinspektoren der betroffenen Kommunen so abgesprochen worden.

Hausbesitzer und Mieter seien aber aufgerufen, als

Zeichen der Anerkennung

und Dankbarkeit eine Spende für die Feuerwehr zu richten. Viele betroffene Hausbesitzer hätten sich bereits erkundigt, wie sie sich erkenntlich zeigen könnten, berichtete Köster. Die Stadt habe daher Nassauischen Sparkasse eine Spendenkonto (IBAN DE62 5105 0015 1093 0001 50) eingerichtet.

„Jeder Euro ist willkommen und kommt den Feuerwehren unserer Stadt zugute“, so Köster. Viele Feuerwehrleute seien bei dem mehrstündigen Einsatz stark gefordert worden, deshalb soll ein Teil der Spenden für eine Dankeschön-Feier verwendet werden. Der übrige Teil soll für zusätzliche Ausrüstung für Umwelteinsätze ausgegeben werden. „Mir wäre am liebsten, wenn sich Leute entschließen könnten, bei der Feuerwehr mitzumachen“, so Köster.

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