Keine Zahlen

Stadt Hattersheim schweigt zum Blitzerbetrieb am Südring

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Der stationäre Blitzer am Südring erfüllt offenbar seinen Zweck. Es gibt dort zumindest keine Unfälle mehr. Wie viele Autofahrer dort zu schnell unterwegs sind, verrät die Stadt nicht.

So langsam dürften sich Raser daran gewöhnt haben, dass der Südring zu einem aus ihrer Sicht riskanten gefährlichen Pflaster geworden ist. Seit September 2015 befindet sich dort eine stationäre Geschwindigkeitskontrolle. Viele Gespräche wurden geführt, bevor die Polizeiakademie Westhessen der Stadt Hattersheim drei Standorte für Blitzersäulen genehmigte. Die Anlage im Südring – auf Höhe der Kita „Wirbelwind“ – ist eine davon. Zwei weitere stehen in Eddersheim.

Ärger gab es gleich in der ersten Woche nach der Installation: Unbekannte sprühten damals rote Lackfarbe auf das Gerät. Mittlerweile erfüllt die Anlage jedoch seit etwa drei Jahren ungehindert ihren Zweck. Seither gebe es keine Unfälle mehr an dieser Stelle, berichtet die Verwaltung auf Nachfrage. Die Reduzierung der Unfallgefahr war auch der Hintergrund, vor dem die Polizeiakademie die Blitzersäulen in Hattersheim genehmigte.

Keine Auskunft gibt es zur Auswertung des Blitzerbetriebs. Wie viele Fahrzeuge abgelichtet wurden und was an Geld zusammenkam, behält die Stadt für sich. Die Verwaltung wolle sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, weil diese Information noch keinem der politischen Entscheidungsträger zur Verfügung gestellt wurde. Die Stadt sehe derzeit keine Veranlassung und wolle der Information der politischen Gremien nicht vorgreifen, sagt Stefan Käck, persönlicher Referent des Bürgermeisters.

Der Südring sei kein Unfallschwerpunkt gewesen, sagt Werner Schaffhauser, der Chef des Ordnungsamts. Es habe aber vor einigen Jahren einen schweren Unfall gegeben und es sei oft zu schnell gefahren worden. Der Standort der Blitzersäule sei vor allem wegen der Tempo-30-Zone sowie der Nähe zur Kita und einem Fußgängerüberweg gewählt worden.

Seit der Blitzer stehe, habe sich die Polizei nicht mehr wegen eines Unfalls in diesem Bereich gemeldet. „Wir sind froh, dass es so ausgegangen ist“, sagt Schaffhauser. Auch an den zwei Standorten in Eddersheim habe es keine Unfälle mehr gegeben. Weitere Kontrollsäulen seien momentan nicht geplant, weil keine Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet bekannt seien.

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