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Nicht alle Autofahrer halten sich auf der Voltastraße an die Tempo-30-Regelung.

Autoverkehr

Tempolimit wird in Hattersheim an manchen Stellen oft nicht eingehalten

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Zu zwei wichtigen Themen wollte die SPD-Fraktion Auskünfte vom Magistrat: Zur Situation in der Voltastraße und zum Radweg auf dem Maindamm.

Die Szenen wiederholen sich fast jeden Tag: Auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf haben es viele Autofahrer eilig. Das gleiche gilt, wenn für die mitfahrenden Kinder noch Fahrdienste erledigt werden müssen. Schnell muss es dann meist gehen, zumindest zügig sollen die Touren abgespult werden. So ist das nun einmal im Alltag von zahlreichen Familien. Doch egal wie groß der Termindruck auch sein mag: Rasen ist kein Kavaliersdelikt und innerhalb von geschlossenen Ortschaften besonders für die jüngsten Verkehrsteilnehmer höchst gefährlich. Wenn Vernunft und Tempolimit-Schilder nicht helfen, dann müssen Kontrollen durchgeführt werden. Wenn „geblitzt“ wird, ist das meist die einzige Möglichkeit, an neuralgischen Punkten für mehr Verkehrsdisziplin zu sorgen. So hatte die SPD-Fraktion für die jüngste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mehrere Anfragen formuliert, die sich mit Verkehrsthemen befassen.

Eine der SPD-Anfragen an den Magistrat befasste sich mit der Verkehrssituation in der Voltastraße. Dort würden Autos regelmäßig viel zu schnell fahren, hätten Bürger „wiederholt“ kritisiert und deswegen Parteimitglieder angesprochen. „Dies betrifft sowohl den Bereich vor der Kita Sonnenschein, die Einfahrt zum Parkplatz des Sarotti-Centers, als auch den weiteren Straßenverlauf bis zur e-Shelter-Baustelle“, heißt es in der Anfrage der Sozialdemokraten. Deshalb wollte die SPD-Fraktion vom Magistrat darüber Auskunft, wie oft in den vergangenen zwölf Monaten das Ordnungsamt in der Voltastraße Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt hat und wie viele Verstöße festgestellt wurden.

In der Antwort wies die Verwaltung darauf hin, dass in den vergangenen zwölf Monaten keine Geschwindigkeitsmessungen in der Voltastraße durchgeführt werden konnten. „Auf Grund der bestehenden Bautätigkeiten sind die Messstellen derzeit nicht nutzbar. Im Bereich der Untertorstraße wurden bislang, auf Grund der kurzen Wegstrecke zum Kreisel, keine Messungen durchgeführt“, heißt es weiter in der Antwort des Magistrates. Sofern eine geeignete Messstelle vorhanden wäre, werde der Hinweis der SPD-Fraktion nach Kontrollen aber gerne aufgenommen.

In den vor über zwölf Monaten durchgeführten Messungen habe die Zahl der festgestellten Überschreitungen im Durchschnitt bei 3,6 Prozent gelegen, informierte die Verwaltung über die Statistik der Tempoüberschreitungen auf der Voltastraße.

Eine weitere Anfrage der Sozialdemokraten befasst sich mit einem der beliebtesten Radwege am Mainufer. Da der Maindamm in Eddersheim bald saniert werde, sei im Rahmen der Arbeiten auch geplant, die Streckenführung des Mainradweges neu einzurichten. Die SPD-Fraktion wollte vom Magistrat wissen, welche Streckenführung geplant ist und ob eine Verbreiterung des Radweges vorgesehen ist. Denn der aktuelle Radweg auf dem Damm sei sehr schmal, eine Nutzung für Radler sei bei Gegenverkehr „sehr problematisch“. Zudem wollten die SPD-Stadtverordneten wissen, ob der Radweg in das Mainvorland vor dem Damm verlegt werden könne, wie dies in der Gemarkung der Nachbarstadt Flörsheim bereits der Fall sei.

In der Beantwortung der Anfrage wies der Magistrat darauf hin, dass erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Sanierung des Maindamms über den künftigen Verlauf des Mainradweges entschieden werde. Grundsätzlich würden beide Optionen geprüft. Angestrebt werde die Verlagerung des Weges in das Deichvorland, wie es in Flörsheim der Fall sei. Diese Variante sei allerdings mit formellen und finanziellen Hürden verbunden, da eine neue Brücke über den Ardelgraben im Überschwemmungsgebiet des Mains, in der Landschaftsschutzgebietszone 1 und auf Flörsheimer Gemarkung erforderlich wird. Abhängig von der jeweils gewählten Bauweise für die Sanierung könne „der Weg gegebenenfalls auf dem Damm verbleiben“, wenn eine sinnvolle Verbreiterung möglich wäre. Eine Ausbaubreite von drei Metern werde als erforderlich erachtet, erläuterte der Magistrat abschließend.

(meh)

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