Weihnachten in Frankfurt

Hier werden die Buden im Frankfurter Westen aufgebaut

Weihnachtlich geht es an den beiden kommenden Wochenenden auch im Frankfurter Westen zu. Nachdem in Goldstein schon der Martinsmarkt stattfand, gibt es nun in fast jedem anderen Stadtteil einen Weihnachtsmarkt, die meisten nur einen, manche zwei Tage lang. Das dritte Adventswochenende bleibt allerdings ausgespart. Hier ein kleiner Überblick.

Der größte Weihnachtsmarkt im Frankfurter Westen wird am kommenden Wochenende in Höchst gefeiert. Dabei stand die Veranstaltung zuletzt sogar auf der Kippe (wir berichteten). Nun aber kann die Veranstaltung des Vereinsrings Höchst stattfinden. Geöffnet sind die 48 Stände verteilt über Justinuskirchplatz, Schlossplatz und Schlosshof sowie der neue Ritter Weihnachtsmarkt im Burgraben mit 18 Zelten am Samstag, 26. November, von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag, 27. November, von 13 bis 20 Uhr. Offizielle Eröffnung ist am Samstag um 17.30 Uhr. An beiden Tagen werden von 14.30 bis 16.30 Uhr im Wechsel das Blasorchester Höchst und der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde musizieren. Im Schlosshof spielt zudem Peter Glessing Weihnachts-Jazz. Drei Konzerte gibt es in der Justinuskirche. Am Samstag um 15.30 Uhr beginnt das Benefizkonzert des Lions-Clubs Höchst-Main-Taunus in Zusammenarbeit mit der Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn und ab 18.30 Uhr singt der Wiesbadener Knabenchor. Das Adventssingen der Höchster Kantorei geht am Sonntag um 17.30 Uhr los. Für alle, die nicht genug haben, startet After-Weihnachtsmarkt-Party am Samstag um 21 Uhr im Schlosskeller. Für Besucher, die mit dem Auto kommen, steht der Parkplatz am Tor Ost zur Verfügung. Für Gäste von südlich des Mains verkehrt die Höchster Fähre am Samstag von 9 bis 14 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr. Zwischendurch holt Fährmann Sven Junghans Weihnachtsmarktbesucher aus Kelsterbach ab. Abfahrt dort ist an beiden Tagen um 14.30 Uhr; die Rückfahrt ist um 17.30 Uhr ab Höchst.

⋅ Bedeutend beschaulicher geht es am 26. November in Unterliederbach zu. Dort werden schon seit vielen Jahren immer am Samstag vor dem 1. Advent um 18 Uhr die Lichter am Weihnachtsbaum auf dem alten Marktplatz an der Liederbacher Straße entzündet. Die Freiwillige Feuerwehr verkauft Glühwein, beim Heimat- und Geschichtsverein gibt es die beliebte hausgemachte Kartoffelsuppe, die Turner der TGU bieten Wurst- und Schmalzbrote an. Die Bläser des Musikvereins spielen Weihnachtslieder, und der Nikolaus hat etwas Süßes für die Kleinen. Es ist der kleinste, aber vielleicht gemütlichste Weihnachtsmarkt im Westen.

⋅ Der Sindlinger Weihnachtsmarkt beginnt am Sonntag, 27. November, um 13 Uhr auf dem Kirchplatz St. Dionysius, Huthmacherstraße 21. Vor der Kirche, im Gemeindehaus und in der Straße davor bieten 20 Vereine und Privatanbieter bis 20 Uhr Gebäck und Gestecke, Bastel- und Handarbeiten, Kaffee und Kuchen sowie viele weitere Leckereien vor. Ab 15.30 Uhr singt der Kinderchor St. Kilian, gegen 16 Uhr, kommt der Nikolaus und verteilt Geschenke an die Kleinen. Ab 17 Uhr stimmt der Frauenchor Germania die Besucher gesanglich auf die Weihnachtszeit ein. Wenn es dunkel wird, leuchten Lichtspiele an der Kirchenfassade auf.

⋅ Der 32. Sossenheimer Weihnachtsmarkt soll der größte aller Zeiten werden. Zusagen für 29 Buden sind bei den Machern der Interessengemeinschaft Sossenheimer Gewerbetreibender eingegangen – zuletzt waren es meist rund 20. Diese werden für Sonntag, 27. November, auf dem Kirchberg und auf der Michaelstraße platziert. Dabei ist alles vom Kulinarischen bis zum Weihnachtsgeschenk und auch der Nikolaus kommt. Geöffnet ist dann von 14 bis 20 Uhr. Um 15.45 Uhr tritt der Schülerchor der Albrecht-Dürer-Schule auf. Zwei Lesungen des Sossenheimer Bücherwurms gibt es um 15 und um 16.15 Uhr. Ein weitere Höhepunkte ist das vorweihnachtliche Konzert mit dem Emozione Brass Quintett, das um 17 Uhr in der Kirche von St. Michael beginnt. Außerdem gibt es zwei Überraschungsauftritte, die um 14.30 und 16.45 Uhr beginnen.

⋅ Der Nieder Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt in der Eisenbahnersiedlung beginnt am Samstag, 3. Dezember, um 15 Uhr und dauert bis 21 Uhr. Veranstalter der mittlerweile 34. Auflage ist auch hier der Vereinsring. Ab 16 Uhr erklingen hier die Klänge des Blasorchesters Höchst und auch der Nikolaus kommt beim Nieder Budenzauber zu Besuch.

⋅ Außer dem Höchster geht im Westen nur der Schwanheimer Weihnachtsmarkt über zwei Tage. Die Straße Alt-Schwanheim erstrahlt bei der 36. Auflage am Samstag, 3. Dezember, von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag, 4. Dezember, von 14 bis 19 Uhr in weihnachtlichem Glanz. Der Vereinsring hat wieder das Motto „Reich mir die Hand zum Leben“ ausgerufen. Denn mit einem Teil des Erlöses wird die Frühchenstation 14.2. in der Frankfurter Uniklinik unterstützt. Nach Schwanheim – neben dem Weihnachtsmarkt auch zum Verkehrsmuseum – fährt am Samstag auch der Nikolausexpress der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Wer mit auf die nostalgische Reise will, muss sich bis einschließlich Dienstag, 29. November, angemeldet haben. Dies ist auf der Internetseite der „Historischen Straßenbahn Frankfurt“ unter rund um die Uhr möglich.

⋅ Der Weihnachtsmarkt in Zeilsheim hat keine so lange Tradition wie anderswo, aber es gibt ihn seit 1989. Jedes Jahr am zweiten Adventssonntag – von 1989 bis 2007 am ersten – bauen Vereine, Künstler und Kleingewerbetreibende ihre Stände auf dem Platz vor der Stadthalle, Bechtenwaldstraße 17, auf. Geöffnet ist am 4. Dezember von 14 bis 20 Uhr. Es singt der Kinderchor der Evangelische Kirchengemeinde Zeilsheim und für die Kleinen kommt der Nikolaus.

(hno , ses)

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