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Die jüngsten TGS-Mitglieder zeigen mit Hilfe ihrer Eltern, was sie schon alles können: vorneweg Marla Hoffmann mit Vater Aaron.

Turngemeinde

Vom Hindernislauf über Purzelbäume bis Gymnastik

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Mitglieder im Alter zwischen neun Monaten und 92 Jahren und viele Sportarten: Der größte Verein in Schwalbach feierte seine Sportschau.

Musik erklingt. Zur Lichtorgel und dem Hit „Bailando“ ziehen die Sportler in die Halle ein. Wie bei der Eröffnungsfeier von Olympia trägt jeweils eine Person ein Schild mit dem Namen der Sportart voraus. Alle zwei Jahre lädt die TG Schwalbach zu ihrer großen Sportschau in die Sporthalle der Albert-Einstein-Schule und zeigt, wie vielfältig und bunt ihr Angebot ist.

Mit 1750 Mitgliedern sei man der größte Verein im Ort, sagt Vorstandsmitglied Monika Gernet bei ihrer Begrüßung in Richtung der voll besetzten Zuschauerränge. Das Mikrofon gibt sie dann aber weiter an Tamara Schlenker, die – unterstützt von Amelie Charrier – die Moderation übernimmt.

Während die 26-jährige Sportstudentin über ihren eigenen Werdegang bei der TG berichtet, bauen fleißige Helfer hinter ihr schon einen bunten Parcours auf. Dann werden die jüngsten Vereinsmitglieder von ihren Eltern auf Mattenwagen in die Halle geschoben und purzeln bald durch bunte Tunnel oder laufen an den Händen der Eltern schräggestellte Bänke hoch.

In die Welt der Eisprinzessinnen Anna und Elsa aus dem Disneyfilm Frozen entführen die Mädchen der Rhythmischen Sportgymnastik. Eisblau und lila leuchtet das Licht, mit Bällen in denselben Farben, Springseil und Reif präsentieren sie eine abwechslungsreiche Choreografie. Märchenhaft und fantastisch solle es zugehen, sagen die Moderatorinnen, die in wechselnden Kostümen den jeweils nächsten Act ansagen. Diesmal mit schwarzer Darth-Vader-Maske. Ins Reich der Sterne nämlich wollen die jungen Leichtathleten entführen. Zur Titelmusik von Star Wars – umhüllt von Nebelschwaden – zeigen sie einen Staffellauf und werfen Ringe.

Ein kleines Anspiel kündigt „Schneewittchen und die vielen Zwerge“ an. Mit Zipfelmützen und Eimerchen in der Hand zaubern die 30 Zwerge aus dem Purzelturnen vielen Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht. Nacheinander verschwinden sie hinter einem Tuch, auf dem in großen Buchstaben „Bergwerk“ steht, und klettern dann über Hindernisse. Im Hintergrund läuft dazu zum Klatschen der Zuschauer Otto Waalkes’ lustiges Zwergenlied.

Auch sie habe schon früh mit dem Turnen begonnen, berichtet Tamara Schlenker, danach sei sie zur Leichtathletik gegangen, wo sie schon als Zwölfjährige beim Trainieren assistiert hat, später Trainerin wurde.

Auf seine große Bandbreite auch an Altersgruppen ist der Verein stolz. Neun Monate alt seien die jüngsten Mitglieder, die ältesten beiden mit 92 Jahren aktiv. Beim nächsten Programmpunkt von insgesamt zehn mit 170 Beteiligten gehört die Bühne den Erwachsenen. „Core-Stability“ heißt die neue Sportart, in der man Balance und Stabilität übe. Zur DJ-Musik geht es immer wieder in die Knie. Mal stehen die Sportler auf einem Bein, dann geht es in die Liegestütze.

Auf den Rängen kommt keine Langeweile auf, zumal im Foyer Kaffee und Kuchenbuffet den Nachmittag versüßen. Wer beim Zuschauen auf den Geschmack gekommen sei, könne in der nahen Jahn-Sporthalle zum Schnuppern vorbeikommen, laden die Verantwortlichen ein. In Ruhe informieren könne man sich auch auf .

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