+
Der Anblick des leckeren Pasta-Tellers, den Ansgar Dierkes beim Nudeltreff im Pfarrhaus anbietet, macht Appetit.

DoImNu

Hobbyköche beleben das Pfarrhaus

„DoImNu“ klingt seltsam. Ist das ein neues Pokémon? Nicht ganz: „DoImNu“ ist eine neue Wortschöpfung der Bremthaler Gemeinde für den von engagierten Bürgern initiierten wöchentlichen Pasta-Abend im katholischen Pfarrhaus.

Wie kommt man auf einen solchen Namen? „DoImNu“! Was sich zunächst seltsam anhört, wird bei genauerer Überlegung plausibel. Aus „donnerstags immer Nudeln“ haben die Bremthaler kurzerhand eine neue Wortkreation gemacht. Auf den Tisch gezaubert werden von Dreikönig bis Gründonnerstag jeden Donnerstag phantasiereiche Nudelgerichte. Eine Gruppe von acht bis zehn Leuten organisiert die Abende. „Damit man sich das Ereignis gut merken kann, wollten wir einen einprägsamen Namen und eine Regelmäßigkeit für unser Konzept“, erklärt Ansgar Dierkes, der Kopf der Gruppe.

Die Idee, sich einmal wöchentlich zu leckerer Pasta zu treffen, entstand aus mehrerlei Gründen. „Wir haben so ein schönes Pfarrhaus, das viel zu selten genutzt wird“, war ein Argument für das Projekt. „Aber auch das Flüchtlingsthema und die hier dreißig untergekommenen Einzelpersonen und Familien“, sollen so ins Gemeindeleben integriert werden.

Schnell ließ man den Worten Taten folgen. Dierkes öffnet während der „Nudelzeit“ seine Privatküche und kocht dann mit Frau, Kindern und fleißigen Helfern kreative Nudelsoßen. „Wir haben von der klassischen Bolognese bis zur würzigen Amatriciana schon alles Mögliche gemacht. Die Soßen kochen wir vor und vakuumieren sie dann.“ So müsse man dann am Abend selbst, nichts mehr weiter machen, als die Soßen zu erwärmen und das Nudelwasser aufzustellen.

Das Projekt kommt gut an. Bis zu vierzig Leute nutzten die Gelegenheit zu Plausch und Pasta. Die Gästeschar besteht nicht nur aus Familien mit Kindern. Auch Senioren verabreden sich sowie Alleinstehende.

Die fleißigen Helfer decken die Tische. Auch Louisa packt gerne mit an. Mit flinken Händen legt die Sechsjährige Decken auf, verteilt die Teller, das Besteck und die Servietten. „Meine Freundin Aki kommt auch gleich“, freut sie sich bereits auf den Abend. Spaß hat hier jede Altersklasse und obwohl „wir nicht erwarten, dass die Gäste etwas beisteuern, bringt immer jemand Getränke für die Kinder oder auch mal eine Flasche Wein mit“, so Dierkes.

Das Konzept geht auf und hat sich mittlerweile herumgesprochen. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda kommen nicht nur Freunde und Bekannte der Initiatoren. „Damit die Leute wissen, wann es losgeht, machen wir frühzeitig vor Saisonstart Werbung.“ Dreimal vor Weihnachten hätte man am Bahnhof Flyer verteilt und auf den „DoImNu“-Beginn aufmerksam gemacht. Anmeldelisten gibt es keine. „Wenn mehr Leute kommen, stellen wir einfach noch ein paar Tische dazu.“

Finanziert wird das Ganze durch Spenden:. „Wem es geschmeckt hat, der kann gerne einen Euro mehr einwerfen, wer beim Abwasch hilft, gibt weniger“, schmunzelt Dierkes.

Weitere Infos zu den bis Gründonnerstag, immer donnerstags ab 18 Uhr im katholischen Pfarrhaus Bremthal stattfindenden „DoImNu“-Treffs gibt es bei Ansgar Dierkes unter Telefon 01 51 /52 63 05 11 oder auf facebook.com/doImNu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare