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Hocheim: 600 klassische Automobilebei der 1. Klassiker-Auslese

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Oldtimer wie dieser Opel Baujahr 1924 von Detlef Krehl sind bei Präsentationen gerne gesehen. ArchivFOTO: nietner
Oldtimer wie dieser Opel Baujahr 1924 von Detlef Krehl sind bei Präsentationen gerne gesehen. ArchivFOTO: nietner © Hans Nietner

Die Premiere war ein Riesenerfolg für die Ausrichter - es gibt nur wenige Kritikpunkte.

Hochheim -Die Ausrichter der ersten Klassiker-Auslese können ihre Premiere als Erfolg verbuchen. Die Großveranstaltung, deren Titel nach einer edlen Weinprobe klingt, richtete sich in Wahrheit an die Freunde Chrom glänzender historischer Karossen. Hätte es sich um eine Weinverkostung gehandelt, so wäre es den Besuchern am Sonntag völlig unmöglich gewesen, alle Höhepunkte gebührend zu würdigen. Denn rund 600 Klassiker präsentierten sich im Laufe des Tages auf dem Weihergelände - eine Zahl, die selbst dem größten Weinliebhaber den Magen verdorben hätte. Glücklicherweise ließ sich diese besondere Art der Auslese im Vorbeigehen mit den Augen genießen. Der Zuspruch von 600 Teilnehmern sprengte die Erwartungen des ausrichtenden Hesse Motor Sports Club aus Wiesbaden. Präsident Dirk Dohse freute sich über den Andrang der Oldtimer-Liebhaber, der schon eine halbe Stunde vor dem anvisierten Start um 9 Uhr begann. "Wir haben überhaupt nicht mit so einem Zulauf gerechnet", gestand Vizepräsident Johannes Hübner, der die Einfahrt der Klassiker moderierte.

Beeindruckt habe ihn unter anderem die Teilnahme eines alten Isetta-Rollermobils, das nicht für die Autobahn zugelassen ist. Der Besitzer sei von Friedberg über Dörfer und Landstraßen nach Hochheim gefahren. Gegen Ende der Oldtimer-Begegnung prämierte eine Jury mehrere tolle Fahrzeuge - darunter ein Opel Admiral Cabriolet, Baujahr 1938, sowie ein Ford T Pickup 1923 - das älteste Fahrzeug auf dem Treffen. Viele Besucher hätten den bodenständigen Charakter des Treffens gelobt, berichtet Dirk Dohse. "Denen hat gefallen, dass die Autos im Vordergrund stehen", so der Präsident. Der Vereinschef räumt allerdings ein, dass es bei "der Erstlingstat" noch Verbesserungspotenzial gab. Trotz des riesigen Zuspruchs hätten einige Teilnehmer kritisiert, dass die Informationen vorher dürftig waren. Auch beim Ablauf der Prämierung sieht Dohse noch Luft nach oben. Als die Jury die Auswertung vornahm, seien einige Teilnehmer schon nach Hause gefahren. Deshalb wolle man die Siegerehrung beim nächsten Mal früher durchführen. "Das ist Teil unserer Lernkurve", erklärt der Präsident. Immerhin ist bereits die Rede von einem nächsten Mal. Die Verantwortlichen vom Hesse Motor Sports Club können sich eine Neuauflage im nächsten Jahr gut vorstellen.

Auch bei der Stadt Hochheim wird eine Rückkehr der klassischen Karossen positiv gesehen. "Das war ein tolles Bild", sagt Pressesprecher Dirk Krams. Die Vergabe des Weihergeländes liege zwar beim Bereich Feste und Märkte der Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft, doch auch dort sei die Veranstaltung gut angekommen. Der Vorstand des Motor Sports Clubs führt den Erfolg zum Teil darauf zurück, dass andere Oldtimer-Treffen in der Region nicht stattfanden. Wenn die Veranstaltung erneut über die Bühne geht, wolle man darauf achten, eine terminliche Überschneidung - etwa mit den Klassiker-Tagen in Hattersheim - zu vermeiden, versprach Hübner. sas

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