Klaus Störch leitet den Arbeiterwohlfahrts-Ortsverband Flörsheim-Hochheim.
+
Klaus Störch leitet den Arbeiterwohlfahrts-Ortsverband Flörsheim-Hochheim.

Sozialverband

Hochheim: AWO-Chef fordert kostenlose Ausgabe von Masken

Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Flörsheim-Hochheim warnt vor "Profitgier" beim Verkauf der vorgeschriebene Schutzmasken.

Hochheim/Flörsheim -Bereits seit vier Tagen gilt in Hessen bekanntlich die verschärfte Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie in Geschäften. Für manche Menschen sei der Kauf der vorgeschriebenen Masken ein nicht zumutbarer finanzieller Kraftakt, warnen einige Sozialrechts-Experten. Klaus Störch, Vorsitzender des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Flörsheim-Hochheim, meint sogar, dass nun Profitgier beim Verkauf der Masken im Spiel ist. Denn mit der Verpflichtung, die Masken zu tragen, seien die Preise für FFP 2- und OP-Masken erhöht worden. "Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass medizinische Masken den Schutz gegen das Coronavirus signifikant erhöhen. Sie müssen deshalb zunächst den Menschen im ALG I- und ALG II-Bezug, Erwerbstätigen mit geringen Löhnen und Gehältern, Wohnungslosen sowie Rentnern und dann allen Bürgerinnen und Bürgern kostenlos zur Verfügung gestellt werden", fordert der AWO-Vorsitzende. Der AWO-Ortsverband Hochheim-Flörsheim könne sich vorstellen, dass die Schutzmasken bei sozialen und karitativen Einrichtungen, so zum Beispiel bei den Tafeln, oder bei den Kommunalverwaltungen und Stadtteilbüros ausgegeben werden.

Gerade in der jetzigen Zeit bedürfe es Investitionen in wirksamen Schutz, so der AWO-Vorsitzende. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) solle die Preise für OP- und FFP 2-Masken mit einer Verordnung zum derzeit geltenden Infektionsschutzgesetz festlegen, "damit die Pandemie nicht länger für Extraprofite genutzt werden" könne. "Der bestmögliche Schutz muss auch für Menschen mit weniger Geld überlassen werden. Die Gesellschaft muss sich als sozial und solidarisch erweisen", erklärte Klaus Störch abschließend. red

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare