Nicht immer sind Bäume im Stadtgebiet derart robust wie hier bei den damaligen Arbeiten im Hummel-Park. Warum an einer Kita Bäume gefällt werden wurden, darüber wollten die Grünen nun Auskünfte.
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Nicht immer sind Bäume im Stadtgebiet derart robust wie hier bei den damaligen Arbeiten im Hummel-Park. Warum an einer Kita Bäume gefällt werden wurden, darüber wollten die Grünen nun Auskünfte.

Naturschutz

Hochheim: Bei Gefahr knattert die Motorsäge sofort

Stadt hat mehr Bäume gefällt als angekündigt - Grüne forderten Aufklärung.

Hochheim -Nicht jeder Baum im Stadtgebiet kann erhalten werden. Welche Stämme fallen müssen, gibt die Stadt normalerweise im Voraus bekannt. Die jüngste Übersicht der Verwaltung ging im Dezember an die Stadtverordneten. Darin ist vorgesehen, dass 48 Bäume weichen müssen. Den Hochheimer Grünen fiel allerdings bei einer Präsentation zur Außengestaltung der Kita Schatzinsel auf, dass dort zwei Bäume entfernt werden, die nicht auf der Liste stehen. Die Fraktion fordert Aufklärung und hat sich mit einer Anfrage zu den Gründen an den Magistrat gewendet. Die Fragesteller wollen auch wissen, ob weitere Bäume außerhalb der vorliegenden Übersicht gefällt werden.

Der Magistrat erläutert, dass fünf Bäume in der Außenanlage der Kita Schatzinsel gefällt wurden - eine Eiche, eine Kiefer sowie drei kleinere Ahorne, die vermutlich aus Sämlingen entstanden seien. Um die Grünanlage "kindergartentauglich" zu machen, seien Auslichtungsmaßnahmen notwendig gewesen. Die Stadt habe giftige Gehölze wie Eibe, Wacholder oder Efeu entfernt und das Gelände durch die Fällung vereinzelter Bäume besser einsehbar gemacht. Die Entfernung trage auch dazu bei, dass die zwei angrenzenden großen Eichen an der Dr. Ruben-Rausing-Straße ohne Einschränkung wachsen können. Die Nähe zu den Wasserleitungen sei ein weiterer Grund für die Fällung. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich die Bäume auf dem Kita-Areal vor rund 30 Jahren aus natürlich ausgebreiteten Samen entwickelten. Das unkontrollierte Wachstum führte dazu, das der Schutzstreifen von drei Metern entlang der Leitungen nicht eingehalten wurde.

Darüber hinaus berichtet der Magistrat, dass eine abgestorbene Birke auf der Käsbachwiese wegen mangelnder Verkehrssicherheit gefällt werden musste. Der morsche Baum habe infolge von massivem Pilzbefall eine Gefahr dargestellt.

Robinie war zum größten Teil tot

Weiterhin solle eine bisher nicht aufgelistete Robinie an der Ecke Eichendorffstraße/Altkönigstraße noch weichen. Der Magistrat verweist auf das Urteil eines Sachverständigen, der im Januar nach eingehender Untersuchung festgestellt habe, dass der Baum weder bruch- noch standsicher sei. Die Robinie sei zum größten Teil bereits abgestorben und solle aufgrund der Nähe zur stark befahrenen Altkönigstraße entfernt werden.

Zu den Hintergründen, weshalb nicht alle Fällungen im Dezember genannt wurden, erklärt die Verwaltungsspitze, dass die Übersicht ausschließlich Einzelbaumfällungen von städtischen Bäumen auflistet, die sich im Baumkataster befinden. Es handele sich um eine Momentaufnahme auf Grundlage der vorangegangenen Baumkontrollen. Baumfällungen, die nach Abgabe der Liste aufgrund einer akut veränderten Verkehrssicherheit notwendig werden, könnten erst in der darauffolgenden Liste nachgereicht werden. sas

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