Bernd Zürn (li.) und Arian betrachten das Werk eines Bibers, der am Mainufer einen jungen Baum gefällt hat.
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Bernd Zürn (li.) und Arian betrachten das Werk eines Bibers, der am Mainufer einen jungen Baum gefällt hat.

Naturschutz

Hochheim: Biber fällt Baum an der Gemarkungsgrenze

Der Hochheimer Volker Könen entdeckte die Nagetiere am Flussufer.

Hochheim/Flörsheim -"Jetzt möchte ich kein Biber sein", stellte Arian (15) leicht fröstelnd fest. Gemeinsam mit Bernd Zürn vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsverband Flörsheim, stand der junge Mann am Mainufer zwischen Keramag-Falkenberg und Hochheim. Dort schauten sie sich die frischen Fraßspuren eines Bibers an. Entdeckt hatte sie Volker Könen aus Hochheim. Knapp einen Meter von der Wasserlinie entfernt lag ein junger Baum. Gefällt wurde er von einem Biber. Beweis dafür waren die kegelförmigen Nagespuren in rund 30 Zentimetern Höhe.

Der europäische Biber ist ein reiner Pflanzenfresser. Er lebt an und im Wasser. Auch in der kalten Jahreszeit, denn er hält keinen Winterschlaf. Sein extrem dichtes Fell schützt ihn vor Nässe und Kälte. Wegen dieses Felles wurde er früher bejagt und fast ausgerottet. Seit 2016 ist er in die Rhein-Main-Region zurückgekehrt. An der Nidda im Bereich Sossenheim, am Schwarzbach bei Okriftel sowie in Eddersheim - dort besonders auf der Schleuseninsel - findet man seine unverkennbaren Spuren. Biber sind dämmerungs- und nachtaktiv und deshalb kaum zu sehen. Hilfreich sind sogenannte Wildtierkameras. Die werden dort installiert, wo Biber vermutet werden.

Bernd Zürn fasste Wissenswertes über die Biber zusammen: "Biber werden zehn bis zwölf Jahre alt. Sie sind ihr Leben lang ihrem Partner treu. Im Mai kommen die Jungen zur Welt, meistens drei bis vier Stück. In der elterlichen Wohnung bleiben sie bis zu ihrem zweiten Lebensjahres. Dadurch leben bis zu drei Generationen in einem Bau. Für Jungtiere gefährlich sind freilaufende Hunde und starke Wasserströmungen. Rund 70 Prozent erleben ihre Geschlechtsreife nicht." red

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