Nicht erwünscht in der Innerstadt sind Leerstände von Geschäften, wie hier einst beim ehemaligen Bekleidungsgeschäft an der Alten Malzfabrik/Frankfurter Straße. Archiv-Foto: Nietner
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Nicht erwünscht in der Innerstadt sind Leerstände von Geschäften, wie hier einst beim ehemaligen Bekleidungsgeschäft an der Alten Malzfabrik/Frankfurter Straße. Archiv-Foto: Nietner

Innenstadt

Hochheim: Corona-Krise stoppt Umsetzung der Änderungsvorschläge

Vor zwei Jahren wurden bei einer Umfrage viele Ideen zur Belebung der Innenstadt gesammelt.

Hochheim -Durch die Corona-Krise fast schon wieder vergessen ist eine Umfrage und deren Ergebnisse, die im Mai und Juni 2019 in der Wein- und Sektstadt durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden damals aufgefordert, 20 Fragen zu Hochheim und insbesondere zur Situation der Innenstadt zu beantworten. Beachtliche 1704 Personen beteiligten sich an der Umfrage, was einen sehr guten Wert darstellt. 63 Prozent der Umfragebögen wurden von Frauen und 37 Prozent von Männern ausgefüllt. Die "mittleren Jahre" waren dabei die stärkste Gruppe der Teilnehmer.

Die Umfragebögen waren häufig auch mit detaillierten Vorschlägen versehen worden. Durch die große Teilnehmerzahl in vielen Altersschichten hatte der Arbeitskreis Innenstadt somit genaue Informationen darüber, was die Bürger vorschlagen und was sie ablehnen. Die Antworten der Umfrage wurden in die Überlegungen zur künftigen Gestaltung und Einzelhandelsentwicklung der Innenstadt miteinbezogen. Die Vielzahl an Ideen und der im Rahmen der Umfrage häufig geäußerte Wunsch nach öffentlicher Beteiligung, aber auch die Komplexität der Aufgaben, hatten den Arbeitskreis Innenstadt zudem veranlasst, sich auf drei Themenbereiche zu konzentrieren, über die später bei Informationsabenden auch diskutiert wurde. Diese Themenbereiche umfasste den Punkt "Grün und Gestaltung". Dabei ging es um die Verschönerung der öffentlichen Flächen in der Kommune. Bei der Umfrage wurde außerdem angeregt, gegen die "hässlichen Leerstände" von Geschäftsräumen etwas zu unternehmen. Außerdem sollte der Berliner Platz begrünt, das Weihergelände in einen Park umgewandelt, "schöne Sitzgelegenheiten" geschaffen werden und durch die Pflanzung von Bäume in der Innenstadt für eine Begrünung in diesem Bereich gesorgt werden.

Beim zweiten großen Themenbereich "Events und Veranstaltungen" ging es um die Belebung der Innenstadt. Dies könne geschehen, indem Treffpunkte geschaffen werden. Etwa mit der Einrichtung von mehr kombinierte Läden, wie zum Beispiel einer Markthalle samt Bio-Läden. Vorgeschlagen wurden zudem ein Fair-Trade-Mode-Schuhe-Cafè, Schülerprojekt-Läden, Flohmärkte, ein Second-Hand-Markt sowie ein Antik-Markt und Haushaltsgeräte-, Bücher-, Nostalgie- und Handarbeiten-Verkaufsmärkte. Unter dem Stichpunkt "Verkehr" ging es unter anderem um eine bessere Verkehrsführung in der Innenstadt, um das Kurzzeitparken und die Schaffung neuer Parkplätze sowie die zeitlich begrenzte Sperrung der Altstadt sowie um ein Senioren-Taxi. Bisher konnten - unterbrochen durch die Corona-Krise - nur sehr wenige Ideen umgesetzt werden. Darüber berichtet diese Zeitung in der nächsten Ausgaben. meh

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