Michael Emmel (re.), hier im Gespräch mit einer Stammkundin, ist seit 41 Jahren Beschicker beim Wochenmarkt an der Alten Malzfabrik.
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Michael Emmel (re.), hier im Gespräch mit einer Stammkundin, ist seit 41 Jahren Beschicker beim Wochenmarkt an der Alten Malzfabrik.

Wirtschaft

Hochheim: Corona sorgte für mehr Kundschaft

Vor allem regionale Produkte können auf dem Wochenmarkt gekauft werden. Im Herbst und Winter ist dies aber nicht bei allen angebotenen Waren möglich.

Hochheim -Bekanntlich findet - bis auf wenige Ausnahmen im Jahr - jeweils samstags der Wochenmarkt auf dem Platz an der Alten Malzfabrik statt. An den Ständen gibt es unter anderem Obst und Gemüse, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Fisch sowie Teigwaren und mediterrane Spezialitäten. Außer den Feinkostständen verkauft unter anderem Peter Stein seine Produkte. Neben Topfpflanzen und Schnittblumen sind dies florale Geschenkideen und saisonale Waren wie Kränze zu Weihnachten oder Pflanzengestecke für die Gräbergestaltung zum Totensonntag.

Peter Stein kommt seit vielen Jahren jede Woche aus Rüsselsheim zum Hochheimer Wochenmarkt, denn eine Corona-Pause gab es für ihn als Standbesitzer nicht. "Der Corona-Lockdown war für uns geschäftlich gesehen sogar eher ein Vorteil, denn die Märkte blieben trotz Corona offen und einige Leute wollten aus diesem Grund lieber an der frischen Luft einkaufen statt drinnen im Supermarkt. Von diesen Kunden sind einige bei uns ,hängen geblieben' und kommen jetzt jede Woche an unseren Stand." Dies liege unter anderem daran, dass er bei der Anschaffung der Blumen auf die regionale Nähe achte, auch wenn viele Blumen in den Wintermonaten nicht von Großhändlern in Deutschland angeboten werden. Diese müssen dann aus dem Ausland eingekauft werden. Im Sommer hingegen schließt Peter Stein mit Gärtnern im Umkreis feste Lieferverträge, um lange Transportwege zu vermeiden.

Auch Michael Emmel war mit seinem Team auf dem Markt am Samstag vertreten. Der Landwirt verkauft bereits seit 1980 regelmäßig jede Woche auf dem Wochenmarkt sein Obst und Gemüse. Früher war er zudem in Wiesbaden-Biebrich vertreten. In der Zwischenzeit ist er aber kürzergetreten. Zusätzlich klingelt seine Kollegin jeden Dienstag an den Türen der Hochheimer und bringt den Kunden die gewünschten Produkte vorbei. Nach so einer langen Zeit hätten sie viele Stammkunden, so Michael Emmel. Dass er sich so lange auf dem Wochenmarkt halten konnte, liege besonders am freundlichen Personal, an dem guten Service und der Qualität der Produkte. Dazu zählt unter anderem, dass auch er darauf achtet, regionale Produkte zu kaufen. So kommen Produkte wie der Salat, der Rosen- und Blumenkohl, die Zwiebeln oder der Kürbis aus Ginsheim, die Kartoffeln aus Kastel und die Birnen und Äpfel aus Nordenstadt.

Auf die Frage, wie sich die Corona-Pandemie auf seine Geschäfte ausgewirkt hat, sagt Michael Emmel: "Wir hatten mehr zu tun als sonst. Zum einen sind die Leute lieber ins Freie gekommen als ins Geschäft zu gehen und zum anderen haben die Leute zu Hause mehr gekocht, wodurch sie mehr bei uns eingekauft haben. Deswegen liefen unsere Geschäfte in dieser Zeit sehr gut." psu

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