Auf dem Anhänger eines Traktors steuerte die Band "Don't Stop" drei Stationen an; zuerst den Hochheimer Weinprobierstand. FOTO: sas
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Auf dem Anhänger eines Traktors steuerte die Band "Don't Stop" drei Stationen an; zuerst den Hochheimer Weinprobierstand.

Unterhaltung

Hochheim: "Don't Stop" hält an drei Stationen

Endlich spielte eine Band wieder live auf einer improvisierten Bühne.

Hochheim -"Don't Stop" (Nicht anhalten!) ist der Name einer bekannten Flörsheimer Band. Am Samstagabend stoppten die Musiker gleich dreimal hintereinander. Auf dem Anhänger eines Traktors steuerte die Coverband drei Stationen an. Los ging es in der Wein- und Sektstadt. Mit "Shut up and dance" beschallten sie die Gäste am Hochheimer Weinprobierstand.

Da Gelegenheiten für Auftritte wegen Corona noch immer rar sind, kamen "Don't Stop" mit ihrer Hänger-Tour dorthin, wo sich Menschen im Freien treffen. "Unser Ziel war, dass es mal wieder Musik im öffentlichen Raum gibt", sagte Trompeter und Sänger Markus Jäger.

Die Musiker waren bereits im Vorjahr auf Traktor-Tour, mit vier Stationen. Für dieses Jahr habe die Gruppe eigentlich auf ein richtiges Konzert im September gehofft, so Jäger. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass dies nicht möglich ist, stiegen sie wieder auf einen Anhänger.

Landwirt Julian Weitzel zog die musikalische Ausrüstung von Station zu Station. Wegen technischer Probleme startete aber bereits das erste Programm am Hochheimer Weinprobierstand mit einer halben Stunde Verspätung. Nachdem sich die Band auf dem Weihergelände warm gespielt hatte, ging es weiter zum Wickerer Weinprobierstand und zur Flörsheimer Warte.

Die Musiker hatten zumindest Glück mit dem Wetter. Der Anhänger war nicht überdacht. "Bei Regen hätte es ganz ausfallen müssen", so Markus Jäger.

Durch das fahrbare Konzerterlebnis kamen nicht nur die Zuhörer in den Genuss einer Live-Show. Auch die Musiker erfüllten sich den Wunsch, endlich wieder auf einer Bühne zu stehen. Seit ihrer Tour im vergangenen Sommer gab es dazu nämlich kaum Gelegenheit. Ab November habe die Band rund acht Monate lang überhaupt nicht geprobt, beschreibt Jäger die Durststrecke. Unter solchen Bedingungen falle es irgendwann schwer, sich zu motivieren.

Die Hänger-Touren waren die ersten Auftritte von "Don't Stop" in Hochheim. Die Band habe bereits darüber nachgedacht, sich für das Hochheimer Weinfest zu bewerben, sagt Markus Jäger. Vor Beginn der Pandemie sei es jedoch nicht mehr dazu gekommen. Ob es 2022 eine dritte Auflage des mobilen Konzertprogramms geben wird, ließ der Musiker noch offen. sas

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