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Hochheim: Eine Großveranstaltung in abgespeckter Form

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Sie hoffen, dass die Händler wie gewohnt zum Markt-Areal anreisen (v. li.): Marktmeister Thomas Pokoyski, Rachel Bergmann und Bürgermeister Dirk Westedt.
Sie hoffen, dass die Händler wie gewohnt zum Markt-Areal anreisen (v. li.): Marktmeister Thomas Pokoyski, Rachel Bergmann und Bürgermeister Dirk Westedt. © Kröner

Beim Hochheimer Markt gibt es in diesem Jahr kürzere Schließzeiten, ein kleineres Festzelt und weniger Verkaufsstände.

Hochheim -Zur Ankündigung des Hochheimer Marktes gehört es, dass die Ausrichter mit beeindruckenden Zahlen werben.Die städtische Wohnungsbaugesellschaft als Veranstalter hat Verträge mit 600 Beschickern abgeschlossen, die ihre Buden und Zelte in zwei Wochen auf dem Weiher-Areal aufbauen. Diese Zahl war allerdings noch nie so ungewiss wie in diesem Jahr - dem ersten Marktjahr nach zwei Jahren Corona-Pause. Marktmeister Thomas Pokoyski erwartet unter anderem 350 Krammarkthändler, 70 Imbissstande und 60 Wein- und Getränkestände. Dass die Standplätze zum Start am 4. November alle belegt sein werden, kann er momentan nur hoffen. Erst am Montag habe ihm ein Sockenhändler kurzfristig abgesagt, so Pokoyski. Das Marktgeschäft habe sich während der Pandemie stark verändert. Langjährige Marktbeschicker hätten die Corona-Pandemie zum Anlass genommen, um sich zur Ruhe zu setzen. Andere stünden derzeit vor dem Problem, dass sie keine Waren geliefert bekommen. „Es ist nicht mehr so einfach, Qualität durch Qualität zu ersetzen“, erklärt Pokoyski. Deshalb werden rund 30 Meter im Süden der Weiherstraße nicht mehr mit Ständen bestückt. Der Rest des Marktgeländes soll sich jedoch wie gewohnt präsentieren. Vom Krammarkt über die Fressgasse bis zu den spektakulären Fahrgeschäften und dem historischen Markt bleibt die Einteilung erhalten. Der Marktmeister und seine Mitarbeiterin Rachel Bergmann haben sich jedoch auf kurzfristige Absagen eingestellt. Das Team führe eine Liste mit alternativen Marktbeschickern, die als Ersatz kontaktiert werden könnten. „Wir wollen, dass der Markt unter den gegebenen Einschränkungen so normal wie möglich stattfindet“, erklärt Bürgermeister Dirk Westedt (FDP). Gerüchte, dass die Stadt den Markt verkleinern wolle und dass es in diesem Jahr kein Riesenrad gibt, wies er zurück. Eingeschränkt werden sollen aber die Öffnungszeiten an Sonntag, Montag und Dienstag. An diesen Tagen schließe der Markt eine Stunde früher, um Rücksicht auf die Anwohner und die Personalsituation bei den Sicherheitskräften zu nehmen, erläutert Westedt.

Gegenüber dem 45 Meter hohen Riesenrad steht wieder das Hausmann-Festzelt - diesmal jedoch in abgespeckter Form. Festwirt Patrick Hausmann verwies auf die Planungsunsicherheit in Kombination mit gestiegenen Kosten. Anstelle der früheren Festhalle werde ein Zelt mit Maßen von 30 mal 15 Metern eingesetzt, das bei Bedarf auf allen vier Seiten geöffnet werden kann. Die Hit-Nacht findet dieses Jahr nicht statt. Auch das Messezelt fällt in diesem Jahr kleiner aus. Weil viele Unternehmen noch nicht bereit sind, an Messen teilzunehmen, ist die Ausstellerzahl auf 37 gesunken - rund 20 weniger als 2019. Falls eine neue Verordnung Zugangsbeschränkungen für Innenräume notwendig mache, könne der Einlass zum Zelt kontrolliert werden, sagt Thomas Pokoyski. Eine Einlasskontrolle für den Markt auf der 70 000 Quadratmeter umfassenden Fläche wäre der Todesstoß, so Westedt. Thomas Roie vom Schaustellerverband zeigte sich zuversichtlich, dass eine solche Vorgabe nicht kommen wird. Der Verband habe von der Landesregierung die Zusage, dass keine Gefahr für kommende Feste und Weihnachtsmärkte bestehe. Der 536. Hochheimer Markt wird am Freitag, 4. November, 12 Uhr, eröffnet und endet am 8. November. sas

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