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Hochheim: Engagement für einen Ort der Erinnerungen

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Sie engagierten sich viele Jahre für die Hochheimer Museen (v.li.): Karin Brettschneider-Mross, Klaus Schmikl und Lieselotte Becht. FOTO: stadt hochheim
Sie engagierten sich viele Jahre für die Hochheimer Museen (v.li.): Karin Brettschneider-Mross, Klaus Schmikl und Lieselotte Becht. © Sadt hok

Drei besondere Personen arbeiteten Jahrzehnte ehrenamtlich für die Museums AG.

Hochheim -Es ist eine Zäsur und das Ende einer Epoche in der Museumslandschaft der Wein- und Sektstadt: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Karin Brettschneider-Mross, Lieselotte Becht und Klaus Schmikl übergeben nach drei Jahrzehnten Arbeit für das Heimatmuseum die Verantwortung an Museumsleiterin Tanja Zobeley.

Rückblick: Im Jahr 1992 wurde der Heimat- und Kulturverein gegründet, aus dem die Museumskommission hervorging, die sich in den folgenden Jahren der Inventarisierung der Museumssammlung sowie der Einrichtung des Heimatmuseums widmete. Die größte Herausforderung stellte sich nach dem Verkauf des Hochheimer Hofes im Jahr 2006, in dem das Museum bis dahin ansässig war. Die ursprüngliche Ausstellung musste von der Museumskommission in einem aufwendigen Prozess umgearbeitet und neu strukturiert werden. Ein Glücksfall für die Stadt, denn die Bestände wurden neu geordnet und ermöglichten es, zwei neue Museen einzurichten. Die Objekte für die Museen wurden thematisch stringent und verständlich gegliedert und präsentiert.

Nach vielen Jahren der ehrenamtlichen Arbeit gab die Museums-AG dieses Jahr ihre Aufgaben an die Stadt zurück. Karin Brettschneider-Mross, Lieselotte Becht und Klaus Schmikl besuchten zusammen mit Museumsleiterin Tanja Zobeley zum Abschluss das Heimatmuseum, um sich sowohl die von ihnen selbst eingerichtete Dauerausstellung wie auch die neu gestalteten Räume - Raum 2.0 sowie die Keltenausstellung - ein letztes Mal in dieser Funktion gemeinsam anzuschauen. Später stießen auch Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) und Amtsleiter Dirk André Krams hinzu, die sich von den drei langjährigen Mitarbeitern verabschiedeten. In regen Gesprächen erinnerte sich die Runde an die wechselvolle Geschichte des Museums, an verschiedene Standorte, besondere Objekte und die Herausforderungen des Ausstellungsbaus. Rathauschef Dirk Westedt bedankte sich für das herausragende Engagement von Karin Brettschneider-Mross, Lieselotte Becht und Klaus Schmikl und hob die Wichtigkeit des Ehrenamtes hervor.

Museumsleiterin Tanja Zobeley bedankte sich für die Qualität der Ausstellung, die mit kenntnisreichen Texten und abwechslungsreichen Objekten erarbeitet und eingerichtet wurde. Außerdem betonte Tanja Zobeley, dass das Verdienst der Museums-AG weitreichender ist. „Sie haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass es einen Ort der Erinnerung in Hochheim gibt, mit dem wir auch in Zukunft arbeiten können.“

Winzermeister und Stadtgeschichte-Experte Klaus Schmikl bleibt dem Otto-Schwabe-Heimatmuseum sowie dem Weinbaumuseum für spezielle Aufgaben erhalten. So gibt er am Sonntag, 18. September, sein Wissen über die Kelten in Hochheim bei einer besonderen Führung weiter. Zunächst zeigt er die Sonderausstellung „Kelten in Hochheim“ im Otto-Schwabe-Heimatmuseum. red

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