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Hochheim: Erster Stadtrat kritisiert fehlende Zusammenarbeit

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Erster Stadtrat Hans Mohr (CDU). archivFOTO: nietner
Erster Stadtrat Hans Mohr (CDU). archiv © Hans Nietner

Kurze Reden beim Lions-Neujahrsempfang mit einem brisanten Thema.

Hochheim/Flörsheim -Gleich in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres hatte der Lions Club Hochheim-Flörsheim zu seinem Neujahrsempfang eingeladen, um eine Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten und seinen Wegbegleitern „Danke“ zu sagen. Dass diese Veranstaltung in der Kapelle des Antoniushauses stattfand, unterstrich einmal mehr die enge Zusammenarbeit der hiesigen Lions mit der Hochheimer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zu Klaviermusik von Nadja Galimow fanden sich die Gäste aus Politik, Vereinsleben, Kirchen und Schulen zu einem ersten Glas Sekt ein, ehe sie von Lions-Präsident Heinz-Peter Kohl formal begrüßt wurden.

Nach seinen einführenden Worten war es an den Stadtverordnetenvorstehern von Hochheim und Flörsheim, Grußworte zu sprechen. Die Hochheimerin Claudia Weltin (FWG) hatte es sich selbst an ihrem eigenen Geburtstag nicht nehmen lassen, den Lions ihre Aufwartung zu machen und exemplarisch die Sanierungsarbeiten am Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs durch den Lions Club lobend zu erwähnen. Ihr Flörsheimer Amtskollege Michael Kröhle (CDU), selbst langjähriges Clubmitglied, hob hervor, dass der Lions Club in beiden Städten mit zahlreichen öffentlichen und niedrigschwellig zugänglichen Impfangeboten gesellschaftliche Verantwortung gezeigt habe.

Während sich die beiden Bürgermeister entschuldigen ließen, war es der Erste Stadtrat von Hochheim, Hans Mohr (CDU), der den Hochheimer Rathauschef beim Empfang vertrat. Den Schwerpunkt seines kurzen Impulsvortrags bildete das Lob für die Zusammenarbeit des Lions Clubs Hochheim-Flörsheim über die Stadtgrenzen hinweg. Dies sei eine bemerkenswerte Leistung - so zeigte sich der Erste Stadtrat von Hochheim durchaus selbstkritisch - weil die Lokalpolitik dies zu seinem Bedauern noch nicht hinbekommen hätte.

Damit kritisierte der Christdemokrat Hans Mohr aber indirekt zugleich seine eigenen Parteifreunde in den beiden Kommunen. Denn diese hatten zwar schon oft die möglichen Synergieeffekte für beide Städte skizziert und „angedacht“, doch eine größere Zusammenarbeit gibt es seit Jahren - von Ausnahmen abgesehen - immer noch nicht. red

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