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Hochheim: FDP möchteZuschuss verdoppeln

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Nicht nur für Sportvereine gibt es städtische Förderungsmittel. Vor allem den Nachwuchs in den Vereinen möchte die Kommune mit Zuschüssen unterstützen. FOTO: dpa
Nicht nur für Sportvereine gibt es städtische Förderungsmittel. Vor allem den Nachwuchs in den Vereinen möchte die Kommune mit Zuschüssen unterstützen. © picture alliance/dpa

Stadtverordnete diskutieren überAnpassung von Förderrichtlinien für Vereine.

Hochheim -Während der vergangenen beiden Jahre hat Corona viele Seiten des Vereinslebens eingeschränkt. Feste, Konzerte und Jugendarbeit brachen weg und damit auch Einnahmequellen für die Ehrenamtler. Geblieben ist die regelmäßige Unterstützung durch die Stadt. Wenn es nach der FDP geht, soll die städtische Vereinsförderung noch in diesem Jahr erhöht werden. Die Liberalen stellten in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung den Antrag, die Förderrichtlinie anzupassen. Andere Fraktionen sahen aber noch Redebedarf.

Für Mitglieder unter 18 Jahren gibt es Geld

In den vergangenen fünf Jahren zahlte die Stadt den Vereinen im Stadtgebiet insgesamt rund 121 000 Euro an Fördermitteln. Das ging aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der FWG im Februar hervor. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 flossen jeweils 23 988 Euro an die Ehrenamtler. Die Fördersumme, die ein Verein erhält, hängt von der Zahl der Mitglieder unter 18 Jahren ab.

Die FDP beantragte nun, die Jugendarbeit noch stärker als bislang zu fördern. Bisher erhielt jeder Verein 12 Euro pro aktivem jugendlichem Mitglied. Diesen Betrag möchten die Antragsteller auf 15 Euro anheben. Ebenso soll die Unterstützung von Jugendverbänden von 12 Euro je Mitglied auf 15 Euro erhöht werden. Zeltlager und Jugendfreizeiten unterstützt die Stadt derzeit mit 6 Euro pro Teilnehmer und Reisetag. Die FDP schlägt vor, diese Fördermittel auf 12 Euro zu verdoppeln.

Ein doppelt so hoher Förderbetrag schwebt der FDP-Fraktion auch bei der Unterstützung der Städtepartnerschaften vor. Vereine und Schulen, die Begegnungen in den Partnerstädten ermöglichen, erhalten momentan einen Fahrtzuschuss von 25 Euro pro Teilnehmer. Der FDP-Antrag sieht vor, künftig 50 Euro zu zahlen. Die Antragsteller begründen ihre Forderung mit dem Hinweis, dass die Vereine mit ihrer Jugendarbeit eine wesentliche Ergänzung zu den städtischen Angeboten leisten. Die im Jahr 2018 beschlossenen Förderbeträge seien angesichts der allgemeinen Kostensteigerung nicht mehr angemessen. Außerdem seien vielen Vereinen während der Pandemie die Einnahmemöglichkeiten weggebrochen.

Einen Beschluss gab es in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung dazu aber nicht. Es herrschte Unklarheit, mit welchen Mitteln das Vorhaben finanziert werden soll. Jan Herfort (SPD) kritisierte, dass die Liberalen die Erhöhung der Fördermittel nicht schon bei den Haushaltsberatungen angesprochen hat. Alle Stadtverordneten stimmten schließlich dafür, über den Antrag in den entsprechenden Fachausschüssen weiter zu diskutieren. sas

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