Fraktionschef Eric Müller (FWG), erläuterte, warum die Wählergemeinschaft keine Wahlempfehlung aussprechen möchte.
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Fraktionschef Eric Müller (FWG), erläuterte, warum die Wählergemeinschaft keine Wahlempfehlung aussprechen möchte.

Bürgermeisterwahl

Hochheim: Freie Wähler geben keine Empfehlung ab

Die Grünen legen in dieser Woche fest, ob sie einen der Kandidaten unterstützen.

Hochheim -Zwei Kandidaten ringen um das Amt des Rathauschefs. Am 14. März bestimmen die Hochheimer zusammen mit der Kommunalwahl auch ihren Bürgermeister. Zur Wahl stehen Amtsinhaber Dirk Westedt (FDP) und Herausforderer Jan Herfort (SPD). Entscheiden müssen sich nicht nur die Bürger, sondern auch die Fraktionen, die einem Wahlkämpfer mit ihrer Unterstützung Rückenwind geben können. Die CDU sprach sich bereits für den FDP-Mann Westedt aus. Doch wie sieht es bei der FWG und den Grünen aus?

Trotz der Zusammenarbeit in der Stadtverordnetenversammlung wollen sich die Freien Wähler nicht auf Herfort als Bürgermeister festlegen. "Wir unterstützen keinen der Bewerber", erklärt Fraktionschef Eric Müller auf Nachfrage. Dies habe die Wählergemeinschaft schon immer so gehandhabt. Die FWG spreche keine Empfehlung aus, weil es sich bei der Besetzung des Bürgermeisteramtes um eine Persönlichkeitswahl handele. Ausnahme: Die frühere FWG-Bürgermeisterin Angelika Munck hätten seine Freien Wähler selbstverständlich unterstützt, erläutert Müller.

Wieso gibt es diesmal keinen FWG-Kandidaten als Herausforderer? Es habe Überlegungen gegeben, einen Bewerber ins Rennen zu schicken, berichtet Eric Müller. Alle, die infrage kamen, hätten jedoch aus beruflichen Gründen abgesagt. "Es muss privat und beruflich passen." Aus Sicht von Eric Müller sagt der Verzicht auf eine Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten nichts über die Zukunft des bestehenden Bündnisses aus. Entscheidend seien die Gespräche nach der Kommunalwahl. Dann werde die FWG wieder "ergebnisoffen" auf alle Fraktionen zugehen.

Die Hochheimer Grünen sind für eine Wahlempfehlung offen. Die Zusammenarbeit mit SPD und FWG führe allerdings nicht automatisch zu einer Unterstützung Herforts. Ob sich die Grünen für den Sozialdemokraten aussprechen, soll sich in dieser Woche entscheiden. Der SPD-Kandidat wolle sich in einer Videokonferenz vorstellen, berichtet Grünen-Fraktionvorsitzender Florian Fuhrmann. "Wir haben immer gesagt, dass es vom Kandidaten und vom Wahlprogramm abhängt", erläutert Fuhrmann die Entscheidungsfindung. Nach der Fragerunde mit Jan Herfort entscheide der Ortsverband.

Dass ein eigener Kandidat keine Option ist, habe die Partei relativ früh gewusst, sagt Florian Fuhrmann. Personell und zeitlich sei ein Bürgermeisterwahlkampf nicht zu leisten gewesen. "Das ist nicht mit fünf Plakaten getan", hebt der Grüne hervor.

Die lockere Zusammenarbeit mit SPD und FWG in der zurückliegenden Legislaturperiode bewertet Fuhrmann positiv. Jede Fraktion habe eigenen Schwerpunkte gesetzt und bei Überschneidungen zusammen abgestimmt. Ob diese Kooperation andauert, hänge davon ab, wer in der künftigen Stadtverordnetenversammlung sitzt, meint der Fraktionschef der Grünen. sas

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