1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Hochheim

Hochheim: Gehwege mit alten Betonplatten müssenvielleicht komplett neu gepflastert werden

Erstellt:

Kommentare

Wegen der Verlegung von Glasfaser-Kabeln müssen die Oberflächen von Gehwegen und Plätzen aufgerissen werden. FOTO: dpa
Wegen der Verlegung von Glasfaser-Kabeln müssen die Oberflächen von Gehwegen und Plätzen aufgerissen werden. © dpa-tmn

Beim Glasfaserausbau wird es im gesamten Stadtgebiet zu vielen Aufbrüchen kommen.

Hochheim -Egal ob Home Office oder Streamingdienste auf dem heimischen Fernseher - Hochgeschwindigkeits-Internet im Gigabitbereich ist längst auch für Privathaushalte interessant. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch beschleunigt. Voraussetzung für den Genuss des schnellen Online-Zugangs ist der Glasfaser-Anschluss, der auch für viele Hochheimer in greifbare Nähe rückt. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung beschlossen die Mitglieder einstimmig den Beitritt der Wein- und Sektstadt zu den Rahmenkooperationsvereinbarungen der Gigabitregion FrankfurtRheinMain mit der Deutschen GigaNetz, Deutsche Glasfaser und Telekom. Der Beschluss ermöglicht der Stadt im Falle eines Ausbaus die Kooperation mit einem der beteiligten Telekommuniationsunternehmen. Die Kooperationsvereinbarung gibt die Regeln für die späteren Umsetzungsverträge vor. Mit dem künftigen Glasfaser-Ausbau verbinden sich jedoch nicht nur Hoffnungen, sondern auch Sorgen. Für die Einrichtung der Hausanschlüsse müssen nämlich Baugruben angelegt werden - oftmals zum Ärgernis der Anwohner.

Die FDP formulierte deshalb eine Anfrage zur Erneuerung der Bürgersteige. Die Liberalen wollten wissen, welche Straßenzüge der Kernstadt vom im Jahr 2023 beginnenden Glasfaserausbau betroffen sein werden und wie die Bürgersteige anschließend wieder verkehrssicher gemacht werden. Die Fraktion fragte auch nach der geplanten Gestaltung und den Kosten für die Wiederherstellung.

Konkrete Straßen sind nach Angaben aus dem Rathaus derzeit nicht bekannt. Man gehe jedoch davon aus, dass alle Bürgersteige mir anliegenden Wohngebäuden einbezogen sein werden, teilt die Verwaltung mit. Die Wiederherstellung liege in der Hand des beauftragten Unternehmens. Der Versorger, der die Maßnahme ausführt, habe eine Aufbruchgenehmigung einzuholen, die ihn zur Oberflächenwiederherstellung verpflichtet. Außerdem gelten für die Arbeiten zusätzliche Vertragsbedingungen und Richtlinien für Aufgrabungen in Verkehrsflächen. Betroffen sei in der Regel ein Streifen von nur 30 Zentimetern.

Die Verwaltung erläutert, dass Gehwege mit alten Betonplatten gegebenenfalls im Zuge des Glasfaserausbaus neu gepflastert werden sollen. Grundsätzlich liege die Finanzierung beim durchführende Versorgungsunternehmen. Dort wo der zu erneuernde Bodenbelag über den notwendigen Graben hinaus geht, werde die Stadt voraussichtlich die Erneuerung finanzieren. Die Verwaltung schätzt die städtischen Aufwendungen für die Wiederherstellung der Gehwege auf bis zu 600 000 Euro. sas

Auch interessant

Kommentare