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Hochheim: Gemeinsam gegen den Schwerlastverkehr

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Das soll künftig wenn möglich verhindert werden: Lkw-Verkehr in der Ortsdurchfahrt von Massenheim. archivFOTO: nietner
Das soll künftig wenn möglich verhindert werden: Lkw-Verkehr in der Ortsdurchfahrt von Massenheim. archiv © Hans Nietner

Ortsbeiräte Massenheim und Wicker fordern Maßnahmen von Hessen mobil.

Massenheim/Wicker -Die Ortsbeiräte Massenheim und Wicker haben die Sommerpause genutzt, um sich fraktionsübergreifend in Sachen Schwerlastverkehr auszutauschen und gemeinsame Sache zu machen. Der zunehmende Lastwagen-Verkehr führe zu einer immer größer werdenden Belastung für die Anwohner an den Durchgangsstraßen - darüber sind sich die Ortsbeiratsmitglieder in den beiden Stadtteilen einig. Beide Ortsbeiräte wollen in den nächsten Sitzungen ihrer Gremien mit Anträgen erreichen, dass die durch die beiden Stadtteile führende Landstraße L 3017 nicht länger als Ausweichstrecke für Lastwagen genutzt wird.

„Viele Fernfahrer, die die Gewerbegebiete in Flörsheim anfahren oder die umliegenden Nahversorger beliefern, nutzen die Abkürzung über Wicker und Massenheim oder Wicker und Weilbach“, um Staus auf der A 3 in Richtung des Wiesbadener Kreuzes sowie Umwege über die B 43 zu umfahren, erläuterte die Wickerer Ortsvorsteherin Luana Schnabel (CDU). Der Flörsheimer Stadtteil Wicker selbst biete keinen Anlass für das Befahren von Schwerlasttransporten, meint die Wickerer Ortsvorsteherin weiter. Hinzu komme, dass sich das Lkw-Aufkommen auf der L 3017 seit der Installation einer Mautsäule an der B 40 nochmals spürbar erhöht habe.

„Wir bitten die Verwaltungen in Flörsheim und Hochheim auf Hessen Mobil als zuständige Verkehrsbehörde zuzugehen und entsprechende Lösungen zur Reduzierung des Schwerlastverkehrs zu erarbeiten“, ergänzt der Massenheimer Ortsvorsteher, Ingo Riede (ULM), die Aussage seiner Amtskollegin aus dem Nachbarort.

Im Hinblick auf die Entstehung des neuen Gewerbegebiets in Massenheim in der Gemarkung Nassgewann fürchten die Wickerer zusätzliches Lkw-Aufkommen und wollen die Verwaltungen bitten, von Beginn an auf die künftigen Belastungen im Voraus zu reagieren. „Im Sinne einer sinnvollen Verkehrspolitik muss auch Hessen Mobil ein Interesse daran haben, dass die Schwerlasttransporter auf den Autobahnen und Bundesstraßen bleiben und nicht auf Landes- oder sogar Kommunalstraßen ausweichen, um der Maut zu entgehen“, erklärten abschließend Ingo Riede und Luana Schnabel. red/meh

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