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Hochheim: Grafik zeigt ein Motto von Luther

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Ein außergewöhnliches Werk übergab das Ehepaar Yvonne und Adolf Ungemach an die Stadt Hochheim: eine Radierung des Künstlers Carl Röhling.
Ein außergewöhnliches Werk übergab das Ehepaar Yvonne und Adolf Ungemach an die Stadt Hochheim: eine Radierung des Künstlers Carl Röhling. © Stadt Hochheim

Ehepaar aus Massenheim schenkt der Stadt ein besonderes Kunstwerk für die städtischen Museumsräume.

Hochheim -Einen unerwarteten Zuwachs bekommt die ständige Kunstsammlung. Das Massenheimer Ehepaar Yvonne und Adolf Ungemach spendet der Sammlung des Otto-Schwabe-Heimatmuseums sowie des Hochheimer Weinbaumuseum eine Grafik des Berliner Künstlers Carl Röhling. Museumsleiterin Isabel Bootz dankte für die Überlassung der großformatigen Aquatinta-Radierung. Die Eheleute Ungemach stiften das Kunstwerk, da sie es aufgrund des Umzugs von der Massenheimer Gartenstadt nach München nicht weiterhin in den eigenen vier Wänden präsentieren können und die Grafik gerne der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchten. Das querformatige Werk des Künstlers Carl Röhling (1849-1922) ist in drei Teile gegliedert. Links ist ein Lautenspieler zu sehen, rechts eine Mutter mit Kind, beide stehen in Nischen. Die drei Teile der Grafik werden durch säulenartige Frauenfiguren untergliedert. Mittig ist bühnenartig eine illustre Tischgesellschaft abgebildet, zudem ist hier eine Textkartusche angebracht, in der das mit Zierlettern rot gedruckte Bildthema zu lesen ist: „Wer nicht liebt Wein Weib und Gesang/Bleibt ein Narr sein Leben lang“. Die Grafik illustriert dieses Motto, das dem Reformator Luther zugeschrieben wird. In der Darstellung wird die lutherische Weltsicht deutlich: Gottes Gebote muss man halten, aber Gottes Gaben darf der Mensch auch genießen. Die Aussage des Kunstwerkes passe damit ja perfekt zur Museumssammlung der Sekt- und Weinstadt nach dem Motto: „Wein macht gesellig und fröhlich sowie empfänglich für alles Schöne der Welt“. meh/red

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