Zur Belebung des Stadtkerns schlagen die Grünen eine jeweils zeitweilige Fußgängerzone zwischen Malzfabrik und (wie hier auf dem Foto) dem Platz "Am Plan" vor.
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Zur Belebung des Stadtkerns schlagen die Grünen eine jeweils zeitweilige Fußgängerzone zwischen Malzfabrik und (wie hier auf dem Foto) dem Platz "Am Plan" vor.

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Hochheim: Grüne möchten temporäre Fußgängerzoneund mehr Außengastronomie.

Außerdem schlagen Bündnis 90/Die Grünen die Gründung eines Verkehrsvereins vor.

Hochheim -Die Aussagen der Vorstandsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen zur gegenwärtigen Corona-Krise sind eindeutig: "Die Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben viele von uns noch einmal ganz neu die Schönheit und Erlebnismöglichkeiten unserer Region entdecken lassen. Hochheim hat in diesem Bereich viel zu bieten - doch auch noch einiges an Potenzial." Seit dem vergangenen Jahr trage die Stadt deshalb das Prädikat "Tourismus-Ort".

Laut den Hochheimer Grünen gelte es nun, dieses Prädikat "mit Leben zu füllen, jedoch nicht um jeden Preis". Es gehe um eine zielgerichtete Weiterentwicklung der kulturellen Anziehungspunkte, von der Tourismuswirtschaft und Stadtgesellschaft gleichermaßen profitierten, wie der Grünen-Kandidat Olaf Lasalle erklärt: "Naturnaher Tourismus und regionale Wirtschaft schließen sich nicht aus."

Gleichzeitig sollten lokale Unternehmen aus Einzelhandel und Gastronomie "in die Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen" eingebunden werden, lautet der Vorschlag der Grünen. Zur Gestaltung und Organisation schlagen die Grünen die Gründung eines Tourismus- beziehungsweise Verkehrsvereins vor, "in dem Einzelhandel, Gastronomie, Weinbaubetriebe, Stadtverwaltung und Bevölkerung vertreten sein sollen". So könnten Ideen gebündelt, deren Realisierbarkeit geprüft und die Umsetzung unterstützt werden. Nur mit geeinten Kräften und einer attraktiven Innenstadtentwicklung könne dem Sterben des Einzelhandels entgegengewirkt werden, etwa durch die für Hochheim typischen Veranstaltungen, Verkostungen und Marktgeschehen in einem verkehrsarmen Bereich.

So fordern die Grünen zur Belebung der Innenstadt eine mindestens temporäre Fußgängerzone zwischen Malzfabrik und "Am Plan" während der Wochenmarktzeiten einzurichten. Gemeinsam mit dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Jan Herfort setzen sie sich zudem dafür ein, das Gebiet versuchsweise zum verkehrsberuhigten Bereich zu erklären und nach einer Testphase die Bürger über die Beibehaltung oder Ausweitung entscheiden zu lassen.

Angesichts zunehmend warmer Sommer solle den Gastronomiebetrieben auf Plätzen und gegebenenfalls auf erweiterten Gehwegen ihr Geschäft ermöglicht werden. Auch dies trage "zur Belebung der Innenstadt entscheidend bei", so die Stadtverordnete Birgit von Stern. red

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