Jan Herfort (SPD) wird für seine Kandidatur bei der Bürgermeister-Direktwahl von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt.
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Jan Herfort (SPD) wird für seine Kandidatur bei der Bürgermeister-Direktwahl von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt.

Bürgermeister-Direktwahl

Hochheim: Grüne sehen"große Gemeinsamkeiten" mit Jan Herfort

Der SPD-Kandidat bekommt Hilfe von den Grünen, die davon überzeugt sind, dass der junge Kandidat "frischen Wind bringt".

Hochheim -Die Würfel sind gefallen: Die Grünen in der Wein- und Sektstadt sprechen sich für die Bürgermeister-Direktwahl am Sonntag, 14. März, für den Kandidaten der Sozialdemokraten, Jan Herfort, aus. Der Grund dafür seien "große Gemeinsamkeiten bei den Themen Klima, Wohnraum und Bürgerbeteiligung", erklärte der Pressesprecher des Grünen-Ortsverbandes, Milan Schröder.

Offiziell lautet die Mitteilung der Grünen: "Der Ortsverband unterstützt SPD-Kandidat Jan Herfort bei seiner Kandidatur zur kommenden Bürgermeisterwahl." Dies gab der Ortsverband im Anschluss an ein gemeinsames Online-Gespräch in dieser Woche mit dem Bewerber bekannt. Der Beschluss sei einstimmig gefallen.

"Jan Herfort hat uns nicht nur menschlich, sondern auch mit seinen inhaltlichen Konzepten von seiner Kandidatur überzeugt. Er bringt sowohl den frischen Wind mit, den Hochheim braucht, um den dringend benötigten ökologisch-sozialen Wandel voranzubringen, als auch - trotz seines jungen Alters - die notwendige politische Erfahrung, um das Amt des Bürgermeisters seriös zu bekleiden", erklärte die Spitzenkandidatin der Hochheimer Grünen, Andrea Altmann, den Schritt.

Die vergangene Legislaturperiode habe nochmals gezeigt, welche wichtige Rolle das Amt für die ambitionierte Umsetzung der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung spiele. Gemeinsam, so hoffen die Hochheimer Grünen, könne ein klarer und langfristiger Plan für die weitere Entwicklung der Stadt hin zu einer klimaneutralen und sozial gerechten Gemeinde entwickelt und umgesetzt werden. Man sehe hier in vielen wichtigen Fragen große Überschneidungen, wie bereits die konstruktive Zusammenarbeit der beiden Fraktionen während der letzten Legislatur gezeigt habe.

Auf besonders großen Zuspruch der Ortsverbandsmitglieder stieß Herforts Vorschlag, den Bereich zwischen Berliner Platz und Malzfabrik versuchsweise zum verkehrsberuhigten Bereich zu erklären und nach einer Testphase die Bürger über die Beibehaltung oder gar Ausweitung der Verkehrsberuhigung entscheiden zu lassen.

Dies zeige ein Amtsverständnis, dass so auch von den Hochheimer Grünen geteilt würde, erklärten die Grünen in ihrer Mittelung weiter. "Einerseits mit einem klaren, klimafreundlichen Stadtentwicklungskonzept vorangehen, bei Uneinigkeit lösungsorientiert zu vermitteln und dabei die Mitentscheidungsrolle von Stadtparlament und Bevölkerung zu stärken. Dies seien entscheidende Bausteine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hochheim", erläuterten die Grünen ihre Zielsetzung. Auch bei den zentralen Themen bezahlbarer Wohnraum, Kita-Plätze und den Grenzen des Flächenwachstums befinde man sich auf einer gemeinsamen Linie. Die Entscheidung, Herforts Kandidatur zu unterstützen, sei daher nicht schwer gefallen. red/hk

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