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Hochheim: Hummel-Park soll zurWohnadresse werden

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Bei Konzerten im Hummel-Park, so wie hier auf dem Archiv-Bild, wird es laut. Dies könnte die Bewohner einer künftigen Seniorenwohnanlage stören, meint die SPD. ArchivFOTO: reuß
Bei Konzerten im Hummel-Park, so wie hier auf dem Archiv-Bild, wird es laut. Dies könnte die Bewohner einer künftigen Seniorenwohnanlage stören, meint die SPD. ArchivFOTO: reuß © Maik Reuß

SPD befürchtet aber Ärger wegen eventueller Lärmbeschwerden.

Hochheim -Eigentlich ist die Lage für das Immobilienprojekt ideal, doch zwei Argumente hatte die SPD-Fraktion gegen das Vorhaben vorzubringen, das am Hummel-Park realisiert werden soll. Die Rede ist von einer - hochpreisigen - Senioren-Wohneinrichtung. Dazu sollen Räume für medizinische Betriebe, wie zum Beispiel eine Physiotherapie-Praxis und Ähnliches, geschaffen werden, außerdem für einen Gastronomie-Betrieb. Dies alles würde anstelle eines Bürogebäudes entstehen, das an dieser Stelle kein Wahrzeichen für die Stadt ist.

Der Hummel-Park ist dagegen ein Kleinod, das allmählich entdeckt wird. Erste Renovierungen, unter anderem an den Bäumen, für den Park wurden bereits realisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach und nach hat der Hummel-Park wieder Leben eingehaucht bekommen. Und dies nicht nur zur Herbst- und Winterzeit. Vielmehr finden in dem kleinen Park, der zwischen Mainzer und Burgeffstraße liegt, zudem Konzerte und Aufführungen statt. Ganz abgesehen davon, dass der Hummel-Park während der Corona-Pandemie ein willkommenes Ausweichquartier für kleinere Veranstaltungen im Freien war.

Die Stadtverordnetenversammlung sollte nun einen Bebauungsplan für den Bereich am und rund um den Hummel-Park beschließen. Die Mehrheit war dafür, lediglich die Sozialdemokraten machten bei der Debatte über den Beschluss auf zwei Gegenargumente aufmerksam. So sah die SPD-Fraktion die Gefahr gegeben, dass es wegen der Lautstärke bei Veranstaltungen zu einem Konflikt und eventuellen juristischen Streitigkeiten mit den Bewohnern der künftigen Wohnanlage kommen könnte. Zum anderen erklärte die SPD-Fraktion, dass es sich bei dem Bauprojekt um Seniorenwohnungen für gut betuchte ältere Menschen handele. Dies sei sozial nicht ausgewogen. Deshalb könne sie dem Bebauungsplan nicht zustimmen. meh

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