Auf der Rückseite des Rathauses soll der Anbau für einen Aufzug errichtet werden. Die Arbeiten verzögern sich um einige Wochen, teilte der Magistrat mit.
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Auf der Rückseite des Rathauses soll der Anbau für einen Aufzug errichtet werden. Die Arbeiten verzögern sich um einige Wochen, teilte der Magistrat mit.

Verwaltung

Hochheim: Inbetriebnahme des Aufzugs im Rathaus verzögert sich

Derzeit gibt es keinen barrierefreien Zugang zum Bürgerbüro. Eine Beratung von ist nur im Kellergeschoss möglich.

Hochheim -Ausgerechnet in der Kommune, die am Landesprogramm Inklusion teilnimmt, und sich damit eine Vorreiterrolle auf die Fahnen geschrieben hat, gibt es weiterhin Probleme beim barrierefreien Zugang zu einer wichtigen öffentlichen Einrichtung. Bekanntlich ist seit Herbst vergangenen Jahres das komplett sanierte Rathausgebäude an der Burgeffstraße wieder von der Stadtverwaltung bezogen. Doch gehbehinderte oder sonstige schwer in der Motorik eingeschränkte Personen können das Bürgerbüro, das von der Alten Malzfabrik in das Erdgeschoss des Rathauses umgezogen war, nicht betreten. Einfach deshalb nicht, weil der Zugang zum Erdgeschoss des Rathauses über einige Treppenstufen erfolgt, und weil es an dem Gebäude keine Rampe oder Ähnliches für einen barrierefreien Zugang gibt. Für Rollstuhlfahrer ist es beispielsweise unmöglich, den Eingangsbereich in dem Gebäude zu erreichen, ganz zu schweigen vom Zugang zum Bürgerbüro.

Anfrage von den Grünen

Doch wie können gehbehinderte Personen sich trotzdem von den Mitarbeitern des Bürgerbüros beraten lassen, wenn sie ins Rathaus kommen möchten? Der Magistrat teilte dazu auf Anfrage der Grünen mit, dass im Kellergeschoss ein Raum für das Bürgerbüro zur Verfügung steht. Die Mitarbeiter können dort die Beratung, beziehungsweise Bedienung, von gehbehinderten Personen vornehmen. Der Zutritt zu diesem Büro im Kellergeschoss erfolgt über die Nebenseite des Rathauses. Und zwar über einen stufenlosen, ebenerdigen Zugang, der ein Gefälle aufweist.

In einer Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen wollten deren Fraktionsmitglieder zudem Auskunft darüber, wann der Aufzug, der einen barrierefreien Zugang zum Rathaus ermöglichen soll, in Betrieb genommen werden kann. Bekanntlich war der Aufzug, beziehungsweise die Montage des Aufzugs an der Rückseite des Rathauses, für Mai geplant gewesen. Die Verwaltung beantwortete die Fragen der Grünen mit dem Hinweis darauf, dass eine Inbetriebnahme des Aufzugs im September erfolgen würde.

Lange Lieferzeit für Materialien

Die Realisierung der Aufzugsanlage zog sich vor allem wegen der Statik-Berechnung in die Länge. Auch dazu gab die Verwaltung mehrere Hinweise. Die Bearbeitung durch den Prüfingenieur für die statische Berechnung habe sich stark verzögert, vor allem auch im Hinblick auf die Standfestigkeit und die Aufnahme von Windlasten. Die Pläne für den Aufzugsbau konnten deshalb erst nach der Freigabe der Statik Mitte April endgültig freigegeben werden. Die Lieferzeit für das Material betrage zwischen 15 bis 20 Wochen. Danach erfolge der Auf- sowie Einbau des Aufzugs. Dazu würden noch einmal sechs Wochen benötigt. Die Rohbauarbeiten für den Anbau, in dem die Aufzugsanlage montiert wird, seien separat ausgeschrieben worden, die Ausschreibung laufe derzeit. Die Verwaltung versicherte, dass durch die Verzögerung keine Mehrkosten entstünden. meh

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