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Hochheim: Kein Kita-Neubauin der Gartenstadt

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Der Fraktionschef der Freien Wähler, Eric Müller, fand für den Vorschlag, in der Gartenstadt eine Kita samt sozialen Wohnungsbau zu planen, keine Mehrheit. ArchivFOTO: nietner
Der Fraktionschef der Freien Wähler, Eric Müller, fand für den Vorschlag, in der Gartenstadt eine Kita samt sozialen Wohnungsbau zu planen, keine Mehrheit. ArchivFOTO: nietner © Hans Nietner

FWG-Vorschlag für Kindgarten und sozialen Wohnungsbau in dem Ortsteil findet keine Zustimmung bei den Fraktionen.

Hochheim -Immer noch ist es für viele Kommunen problematisch, ausreichend Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung zu stellen. Besonders in den sogenannten Speckgürteln von Großstädten ist dies ein großes Problem. So wie in Hochheim.

Die Kommune wächst dynamisch, wie auch der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main in seiner neuen Daten-Analyse festgestellt hat. Doch damit wächst der Anspruch an die Infrastruktur, vor allem an Betreuungsplätzen für Kinder. Zwar hat der Gesetzgeber sowieso entsprechende Vorgaben gemacht, doch in der Praxis scheitern die Umsetzung oft am Personalmangel. Die Betreuungskapazitäten in Hochheim hätte auf eine Quote von 50 Prozent gesteigert werden können, erklärte Bürgermeister Dirk Westedt (FDP). Außerdem werde an der Georg-Buschlinger-Anlage eine weitere Betreuungseinrichtung entstehen. Hinzu komme die neue Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes an der Melibokusstraße. Der Ausbau des Kindergartens Apfelbaums stünde zudem ebenfalls an, so dass es weitere Kapazitäten im Stadtgebiet gebe. In der Wein- und Sektstadt entspanne sich damit die Lage allmählich, hatte Dirk Westedt bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses erklärt.

Grund für die Aussage war ein Antrag der Freien Wähler (FWG). Diese hatte in einem Antrag vorgeschlagen, in der Gartenstadt eine Kindertagesstätte zu errichten. Aus finanziellen Gründen solle dort eine Einrichtung zur Kinderbetreuung auf einem städtischen Grundstück gebaut werden und dies mit dem sozialen Wohnungsbau verbunden werden. Empfehlenswert sei dort dann die Betreuung von U 3- sowie Ü 3-Gruppen. Die SPD-Fraktion machte klar, dass sie von dem FWG-Vorschlag nichts hält. Jan Herfort, SPD-Ortsvereinsvorsitzende, lehnte den sozialen Wohnungsbau in der Gartenstadt ebenso ab wie ein Kita-Neubau in diesem Ortsteil. Der Standort sei dort nicht optimal für eine Kindertagesstätte, meinte Jan Herfort.

Zuletzt berichtete der Bürgermeister darüber, dass die Sozialabteilung im Rathaus ein neues PC-Programm gekauft habe, dass Prognosen erstellen und damit besser die künftige Entwicklung der Einwohnerzahl beschreiben könne. meh

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