Die Georg-Hofmann-Halle soll barrierefrei werden. Dazu soll ein Lastenaufzug an der Sporthalle umgebaut werden. Archiv-Foto: Nietner
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Die Georg-Hofmann-Halle soll barrierefrei werden. Dazu soll ein Lastenaufzug an der Sporthalle umgebaut werden. Archiv-Foto: Nietner

Infrastruktur

Hochheim: Knifflige Sache mit Aufzug an der Sporthalle

Die ursprünglich geschätzten Kosten von 50 000 Euro für den Aufzugsumbau an der Georg-Hofmann-Halle sind nicht zu halten.

Hochheim -Wie lange dauert es, um einen Personenaufzug an der Georg-Hofmann-Halle planen und installieren zulassen? Mindestens fünf bis sechs Jahre - so kann darauf die Antwort lauten, wie sich nun nach einer Anfrage der Freien Wählergemeinschaft (FWG), die sich mit der bereits vor vier Jahren von den Grünen angefragten Aufzugssituation an der Georg-Hofmann-Halle befasste, herausstellte.

Rückblick: Im Jahr 2017 hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage zur Sanierung der Georg-Hoffmann-Halle gestellt. So ging es bei der damaligen Anfrage der Grünen unter anderem darum, ob der dort vorhandene Lastenaufzug so umgerüstet werden könne, dass er bei künftigen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen von Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Besuchern genutzt werden kann.

FWG erinnert an Anfrage der Grünen

Damals habe die Verwaltung erklärt, dass für eine Umrüstung des Lastenaufzuges zur Nutzung als Personenaufzug umfangreiche Umbaumaßnahmen erforderlich seien, erinnerte nun die FWG-Fraktion an die Auskunft des Magistrats. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 50 000 Euro, schätzte damals die Verwaltung. Nachdem nun vier Jahre seit der Anfrage vergangen seien, fragt sich die FWG, ob es in der Zwischenzeit konkrete Pläne für eine Realisierung des Umbaus vom Lasten- zum Personenaufzug gebe.

Noch kein Geld im Haushalt

Die Antwort des Magistrats nennt die Knackpunkte für das Umbauvorhaben. Zum einen lägen die Kosten für Umbau oder Erneuerung des Aufzugs "bei Normalbedingungen" bei circa 50 000 Euro. Doch es gebe in der Zwischenzeit Preissteigerungen beim Material sowie damit verbundene Kapazitätsengpässe, die sich auf die Kosten auswirken würden. Mit anderen Worten: Nun würde ein Umbau weitaus teurer. Die Nachfrage der FWG-Fraktion, ob dafür die Mittel im Haushalt bereits eingeplant seien, beantwortet die Verwaltung mit "Nein". Das Geld könnte für den Etat 2022 angemeldet werden.

Die weitere Frage der Freien Wähler, ob der bestehende Lastenaufzug vorübergehend für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte mitbenutzt werden könne, verneint die Verwaltung ebenfalls. Der Lastenaufzug habe keine Zulassung als Personenaufzug und dürfe damit für den Transport von Menschen nicht genutzt werden. meh

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