Kommunalwahl

Hochheim: Koalitionsfrage ist noch offen

CDU bleibt stärkste Kraft in der Wein- und Sektstadt - FDP verliert klar.

Hochheim -Was für Auswirkungen hat das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl auf die Stadtverordnetenversammlung? Stärkste Kraft ist zwar weiter die CDU mit 27 Prozent der Stimmen. Hinter der CDU hat sich allerdings einiges verschoben. Nach der Zählung der kumulierten und panaschierten Stimmen zeigt sich, dass die Freien Wähler (FWG) vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht sind. Die Wählergemeinschaft wurde überholt, obwohl sich ihr eigenes Ergebnis kaum verändert hat.

Gegenüber der Wahl 2016 hat die FWG einen Prozentpunkt eingebüßt und ist auf 20,2 Prozent gefallen. Das starke Abschneiden der Grünen manövrierte sie mit 20,8 Prozent auf den dritten Platz. Die Grünen haben mit 6 Prozent den größten Sprung nach vorne gemacht. Spitzenkandidat Florian Fuhrmann räumt ein, dass es sicher ein Vorteil gewesen sei, dass die Grüne Alternative Liste (GAL) nicht mehr antrat. Sie hatte zuletzt 6,2 Prozent der Wählerstimmen geholt.

Doch auch die SPD konnte sich um zwei Punkte verbessern und ist nun mit 22,7 Prozent die zweitstärkste Kraft. Fraktionschef Marcus Hesse-Nuß äußerte die Vermutung, dass die Bürgermeister-Kandidatur von SPD-Mann Jan Herfort der Partei einen Schub gegeben habe. Die kleinste Fraktion stellt künftig die FDP, die 9,2 Prozent der Wählerstimmen errang und damit 3 Prozent verlor. Für die Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung bedeutet das vorläufige Wahlergebnis, dass die CDU mit acht Sitzen die stärkste Fraktion bildet. Sowohl SPD wie auch Grüne werden mit jeweils sieben Stadtverordneten vertreten sein. Die FWG erhält sechs Sitze, die FDP drei. Doch obwohl die CDU stärkste Kraft ist und sich leicht verbessern konnte, ist ihr die Mitsprache bei Entscheidungen nicht gewiss. In der abgelaufenen Legislaturperiode hatten sich SPD, Grüne und FWG zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Dieses Bündnis hätte nun eine Mehrheit von 20 Sitzen. Zunächst müssen die Fraktionen nun ihre Gespräche führen. FWG-Fraktionschef Eric Müller hatte angekündigt, mit allen Parteien reden zu wollen. Übrigens: Es gibt keine Zweier-Koalition, die eine Mehrheit verbuchen könnte. sas

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