Auch die Stadt Hochheim ist vom Fluglärm betroffen. Vor einigen Jahren waren Protestbanner auch auf dem Kirchendach von Sankt Peter und Paul angebracht worden. Archiv-FOTO: Nietner
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Auch die Stadt Hochheim ist vom Fluglärm betroffen. Vor einigen Jahren waren Protestbanner auch auf dem Kirchendach von Sankt Peter und Paul angebracht worden. Archiv-FOTO: Nietner

Ausgleichsgesetz

Hochheim: "Lärmgeld" wird für Kita,Hallenbad und Sozialarbeit verwendet

Das Geld stammt aus den Dividendeneinnahmen des Landes Hessen für dessen Fraport-Aktien.

Hochheim/Wiesbaden -In der Stadtkasse wird es eine erfreuliche Zunahme geben. Wie nämlich Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) in Wiesbaden mitteilte, erhält die Stadt Hochheim 275 750 Euro nach dem Regionallastenausgleichsgesetz für besonders stark von Fluglärm belastete Kommunen. .

Mit dem Geld möchte die Stadt verschiedene Projekte finanzieren. So solle in einem bislang als Büro genutzten Gebäude eine vorübergehende Kindertagesstätte errichtet werden. Das dafür passende Mobiliar soll angeschafft sowie das Außengelände umgestaltet werden.

Außerdem möchte die Stadt wieder einen Sozialarbeiter beschäftigen, der sich im öffentlichen Raum um Jugendliche kümmern soll. Und schließlich soll der Bürgergenossenschaft Hochheimer Hallenbad ein Zuschuss für die weitere Sanierung des teilweise maroden Hallenbades gezahlt werden.

Mit dem Regionallastenausgleichsgesetz stellt das Land Hessen zugleich jährlich 4,5 Millionen Euro für Kommunen im Umfeld des Frankfurter Flughafens bereit. Das Geld stammt aus den Dividendeneinnahmen des Landes für dessen Fraport-Aktien und kann unter anderem zur Aufwertung von öffentlichen Freizeit- und Ruhezonen, für Kinder- und Jugendbetreuung, für soziale Projekte und zur Sanierung von öffentlichen Gebäuden eingesetzt werden. Die Mittel werden nach einem Schlüssel verteilt, der sich daran orientiert, wie stark eine Kommune von Fluglärm belastet ist und wie viele Einwohner betroffen sind. Hochheim stehen für die Jahre 2017 bis 2021 jeweils 271 000 Euro zu, Restmittel für 2019 und 2020 und die Mittel für 2021 wurden jetzt abgerufen. red

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