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Hochheim: Land zahlt 80 000 EuroZuschuss für ein besonderes Kleinod

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Am Käsbach wurden schon vor fast 20 Jahren Bäume gepflanzt, wie dieses Archivfoto aus dem Jahr 2003 zeigt. Peter Daum, Reimund Lauer und Ex-Rathauschefin Angelika Munck pflanzten damals dort Erlen.
Am Käsbach wurden schon vor fast 20 Jahren Bäume gepflanzt, wie dieses Archivfoto aus dem Jahr 2003 zeigt. Peter Daum, Reimund Lauer und Ex-Rathauschefin Angelika Munck pflanzten damals dort Erlen. © Hans Nietner

Neue Bäume und ein 400 Meter langer Rundweg sind für die "Käsbachwiese" vorgesehen.

Hochheim -Auf dem städtischen Wiesengrundstück entlang der westlichen Bebauungsgrenze der Sudetenstraße befindet sich die "Käsbachwiese". Bei dieser im Außenbereich liegenden Grünfläche, die direkt an die Bebauung angrenzt, handelt es sich um eine extensiv gepflegte Wiesenfläche mit Altbaumbestand im Besitz der Stadt Hochheim. Die vorhandene Baumstruktur setzt vor allem aus Ahorn und Birken zusammen. Aufgrund der vergangenen trockenen Sommermonate sowie der Rußrinden-Krankheit sind mehrere Bäume abgestorben und eine Vielzahl von Spitz- und Bergahorn mussten gefällt werden. Die dadurch entstandenen Lücken sollen nun durch neue Bäume geschlossen werden.

Seit mehreren Jahren besteht in den politischen Gremien das Bestreben, auf der Käsbachwiese einen Baumlehrpfad anzulegen. Dazu wurde von der städtischen Grünplanung ein Konzept erstellt und dem Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss im Februar 2021 präsentiert, ehe es anschließend von den Stadtverordneten beschlossen wurde.

Die Stadt Hochheim stellte anschließend einen Förderantrag für den Baumlehrpfad, und dieser Antrag wurde von der Hessenkasse und dem Hessischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft positiv beschieden. So überreichte der zuständige Staatssekretär Oliver Conz das Fördergeld an die Vertreter der Stadt und erklärte: "Ich freue mich, dass wir dieses tolle Projekt mit 80 000 Euro unterstützen können. Auf dem Baumlehrpfad können kleine und große Naturbegeisterte die Vielfalt der hessischen Baumwelt erleben. Ich bin schon jetzt darauf gespannt, welche Tiere sich hier ein neues Zuhause suchen werden. Ich bin überzeugt, dass hier ein Raum entsteht, in dem sich Mensch und Natur gleichermaßen wohlfühlen werden." Mit der Hessenkasse unterstützt das Land speziell die Kommunen, die es erfolgreich geschafft haben, trotz ihrer Haushaltslage auf Kassenkredite zu verzichten und gespart haben. Auch Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) sieht "in dem jetzigen Projekt nur den Auftakt für den Naturlehrpfad, der in den kommenden Jahren mit einer Gesamtlänge von circa sechs Kilometern entstehen wird".

Der Baumlehrpfad wurde nun im vorderen Bereich, auf Höhe der Käsbach-Brücke Richtung Tennisplätze, auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche umgesetzt. Der vorhandene, circa 100 Bäume umfassende Bestand blieb erhalten und wurde im Bereich der entstandenen Lücken durch 23 neue Bäume ergänzt. So ist nun ein Spaziergang über den mit Holzhackschnitzeln befestigten Rundweg möglich, ebenso, Interessantes über die dort wachsenden Bäume durch Hinweisschilder und Infotafeln zu erfahren. Der Weg und hat eine Breite von 1,20 Metern und eine Länge von circa 400 Metern und wurde in die vorhandene Wiesenstruktur integriert, teilt die Stadtverwaltung mit. Für eine kleine Pause unter den schattigen Baumkronen laden an mehreren Stellen rustikale Holzbänke aus Robinienholz zum Verweilen ein. red/meh

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