Bald werden wieder Sportveranstaltungen erlaubt sein. Die Aufnahme entstand bei einem der Weinbergsläufe vor einigen Jahren. Die Vereine freuen sich über die Lockerungen. Archiv-Foto: Lorenz
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Bald werden wieder Sportveranstaltungen erlaubt sein. Die Aufnahme entstand bei einem der Weinbergsläufe vor einigen Jahren. Die Vereine freuen sich über die Lockerungen. Archiv-Foto: Lorenz

Vereine

Hochheim: Mit Unterstützung durch die Corona-Krise

Die Musikvereine sowie Chöre waren bisher am meisten von den Einschränkungen betroffen.

Hochheim -Nach etlichen Monaten des Corona-Lockdowns können endlich wieder Aktivitäten von Vereinen im kulturellen sowie im sportlichen Bereich angeboten werden. Jemand, der die positiven Entwicklungen der Pandemie in den letzten Wochen genau verfolgt hat, ist Klaus-Dieter Jung. Er ist als Vereins- und Bürgerreferent der Stadt Hochheim im ständigen Austausch mit den Vereinen und gilt als Bindeglied zwischen der Stadt und den Clubs.

Vereinen wurden Mieten erlassen

Als Ansprechpartner für die Vereine fokussiert sich seine Arbeit seit dem Beginn der Pandemie stark auf deren bestmögliche Unterstützung. "Seit dem zweiten Halbjahr 2020 bis ins Jahr 2021 hinein kam die Arbeit in fast allen Vereinen vollständig zum Erliegen. Es ging nichts mehr. Die Vereinsarbeit war am Boden. Wir unterstützten die Vereine, wo es geht und so gut es geht."

Zum einen half Jung mit, geeignete Hygienekonzepte für die Vereine zu entwickeln, damit die sportlichen und kulturellen Aktivitäten trotz der Corona-Pandemie so gut wie möglich weitergeführt werden konnten. Im Gegenzug kontrollierte die Stadt regelmäßig die Einhaltung der Hygieneregeln, um eine Ausbreitung der Viren und im schlimmsten Fall die Entwicklung eines sogenannten Hotspots zu verhindern. Auch wurde von städtischer Seite versucht, einige Räume im Freien zu schaffen, damit vor allem Hallensportarten und andere Beschäftigungen weiter betrieben werden konnten - wenn auch manches Mal unter erschwerten Bedingungen.

Zum anderen wurden die Vereine von der Stadt zusätzlich finanziell unterstützt oder aber entlastet von bestimmten Abgaben. So wurden den Vereinen etwa Mieten erlassen, sofern sie städtische Räume gemietet hatten. Oder aber sie erhielten andere Förderleistungen.

Im Mai "trafen" sich Vertreter der Stadtverwaltung samt Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) sowie Vereinsreferent Klaus-Dieter Jung mit Hochheimer Vereinsvertretern zu einer digitalen Videokonferenz. Dabei wurde über die aktuelle Lage in den Vereinen gesprochen und über Probleme im Zuge der Corona-Pandemie diskutiert. Das Treffen fand eine gute Resonanz bei den Vertretern, da die Probleme direkt angesprochen werden konnten. Außerdem wurde bei manchen Themen über mögliche Lösungsansätze diskutiert. Trotz der Pandemie wurden entgegen den allgemeinen Erwartungen nur wenige Vereinsaustritte verzeichnet. Es sei zwar klar, so Klaus-Dieter Jung, dass sich einige Vereinsmitglieder von den Vereinen abwenden, da sie den Mitgliedsbeitrag nicht einfach so ohne Gegenleistung bezahlen wollen. Dennoch habe sich die Zahl der Austritte in Grenzen gehalten.

Jugendbereich mit wenigen Austritten

So fasst der Vereinsreferent die derzeitige Lage zusammen: "Die Musikvereine und Chöre waren und sind von der Pandemie am stärksten betroffen, da Präsenzveranstaltungen mit gemeinsamen Proben geschweige denn Auftritten bis zuletzt nicht möglich waren. Dort gab es leider ein paar wenige Vereinsaustritte. Auch im Sport konnte im Erwachsenenbereich seit Oktober nicht mehr richtig trainiert werden, wo wir auch als Stadt leider wenig bis gar keinen Handlungsspielraum hatten." Im Jugendbereich habe ja wenigstens in kleinen Gruppen und in den meisten Fällen im Freien, unter Einhaltung der Hygieneregeln, trainiert werden können. In diesen Abteilungen seien nur vereinzelte Austritte zu verzeichnen, so Jung. psu

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