Die Aufnahme stammt aus der Vor-Corona-Zeit: Die Spiel- und Klettermöglichkeiten auf dem Freizeit-Areal der Regionalpark-Gesellschaft zieht viele Familien an.
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Die Aufnahme stammt aus der Vor-Corona-Zeit: Die Spiel- und Klettermöglichkeiten auf dem Freizeit-Areal der Regionalpark-Gesellschaft zieht viele Familien an.

Regionalpark

Hochheim: Polizei musste bereits einschreiten

Der Kletter- und Spielpark lockt bei gutem Wetter mehr Besucher an als erlaubt sind.

Hochheim -Auch wenn der sogenannte Lockdown die Menschen nicht wirklich daran hinderte, ihre Häuser zu verlassen, hat sich in den vergangenen Monaten doch einiges aufgestaut. Freunde zu treffen oder Sport zu treiben war erschwert. Viele Menschen blieben infolge von Minustemperaturen und Regen auf die eigenen vier Wände beschränkt. Da wundert es kaum, wenn die derzeitigen Sonnentage Besucherströme in Parks und Grünanlagen auslösen. Der erste Vorgeschmack auf den Frühling hat auch zum Ansturm auf den Spielpark am Regionalparkweg geführt. Die Verantwortlichen mahnen, die Corona-Regeln trotz des schönen Wetters einzuhalten.

Als große Fläche mit verteilt stehenden Spielgeräten, scheint der Park zwischen Hochheim und Wiesbaden-Delkenheim ideal für Freizeitbeschäftigungen mit Abstand halten. Schon von weitem sieht man riesige Schaukeln, einen Rutschenturm und Kletterbrücken. "Der Spielpark Hochheim ist für bis zu 15 Besucher auf den Spielgeräten zugänglich", informiert die Regionalpark Pilotgesellschaft auf ihrer Internetseite. Wenn sich die Besucher nicht an Abstandsregeln halten, müsse allerdings eingeschritten werden, sagt Geschäftsführer Dr. Mathias Bausback.

Gruppenbildung ist das Problem

Solch eine Situation ereignete sich am vorletzten Wochenende. Nachdem das Ordnungsamt Verstöße bemängelt hatte, sei die Polizei eingeschritten. Die Anzahl der Menschen sei grundsätzlich kein Problem, erklärt der Chef der Regionalpark-Pilotgesellschaft. "Es kommt aber zu Problemen, wenn sich Gruppen von 20 Leuten bilden."

Für die Regionalpark-Betreiber stellte sich die Frage, wie sie weiterhin auf übermütige Besucher der Anlage reagieren sollen. "Wir haben überlegt, welche Maßnahmen wir ergreifen können", so Mathias Bausback. Letztlich sei der Spielpark bisher aber ohne Einschränkung geöffnet. Die abwartende Haltung hat auch damit zu tun, dass es kaum Möglichkeiten gibt, das Gelände zu kontrollieren. Im ersten Corona-Lockdown 2020 seien Spielgeräte mit Flatterband abgesperrt gewesen. "Das wird aber einfach zerrissen", berichtet der Geschäftsführer. Eine Zugangsbeschränkung durch Bauzäune sei aufgrund der Größe der Fläche ebenfalls schwierig. Deshalb versucht es die Regionalpark-Gesellschaft vorerst mit einem Appell an die Bevölkerung. "Wir werden schauen, ob die Vernunft der Leute ausreicht", so Bausback. Es werde auch weiterhin Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Polizei geben. Nach dem Einschreiten vor anderthalb Wochen sei die Situation am vergangen Wochenende schon entspannter gewesen.

Der Zugang zu anderen Attraktionen entlang des Regionalparkweges ist unterschiedlich geregelt. Die nahe beim Spielpark gelegene Aussichtsplattform "Vogelnest" bleibt geöffnet, weil Besucher von unten erkennen können, ob ihnen jemand auf der Treppe entgegen kommt. Der mit einer Holzfassade verkleidete Regionalparkturm auf dem Weilbacher Kiesgrubengelände ist hingegen geschlossen. Die Betreiber befürchten, dass es dort zu unerwünschten Begegnungen auf dem Aufgang kommen könnte. sas

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